Rekordinvestitionen
Schwellenländer drängen auf den Weltmarkt

Konzerne aus Schwellenländern verstärken ihr Engagement auf dem Weltmarkt. Im vergangenen Jahr haben Unternehmen aus so genannten Entwicklungs- und Transformationsländern die Rekordsumme von 133 Mrd. Dollar im Ausland investiert.

DÜSSELDORF. Zu diesem Ergebnis kommt die Handels- und Entwicklungsorganisation der Vereinten Nationen (Unctad) in Genf in ihrem Weltinvestitionsreport 2006. Zu den Transformationsländern zählt die Unctad Südosteuropa und die Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) mit Russland an der Spitze.

„Transnationale Unternehmen aus Entwicklungs- und Schwellenländern fördern die Globalisierung der Weltwirtschaft“, urteilt Masataka Fujita, Chef-Analyst bei der Unctad. Die führenden fünf Konzerne sind unter die Top 100 aus den Industrieländern aufgerückt: der Mischkonzern Hutchison Whampoa aus Hongkong, der malaysische Öl- und Gaskonzern Petronas, gefolgt von Singtel, Südostasiens größtem Telekomkonzern, Samsung aus Korea und Citic Group, Chinas führendem Industriekonglomerat.

An der Spitze steht seit Jahren, mit wachsendem Abstand, der Milliardär Li ka-Shing aus Hongkong mit der von ihm beherrschten Hutchison Whampoa. Weltweit hat er rund 68 Mrd. Dollar investiert, vor allem in kapitalintensive Häfen. Konzerne aus Asien sind inzwischen zu den größten Exporteuren von unternehmerischem Risikokapital aufgestiegen. Sie haben die südamerikanischen Konglomerate von der Spitze verdrängt. Vor allem Staatskonzerne aus China sind auf dem Vormarsch.

In jüngster Zeit haben sich Rohstoffkonzerne und von Rohstoffen abhängige Unternehmen als Global Player profiliert. „Sie fordern ihre Konkurrenten aus den Industrieländern heraus“, beobachtet Fujita, so die südafrikanische Sasol, die brasilianischen Konzerne CVRD und Petrobras, ferner Petróleos aus Venezuela. Unter den Asiaten stechen Baosteel sowie die Ölkonzerne CNPC und CNOOC aus China hervor. Hinzu kommen Posco aus Korea und vor allem die malaysische Petronas, die in 29 Ländern Asiens, Afrikas und Südamerikas aktiv ist. Newcomer wie Gazprom, größter Erdgaskonzern der Welt, und Lukoil „dürften schon 2007 die Spitzenliga der transnationalen Unternehmen aus Entwicklungs- und Schwellenländer aufmischen“, sagt Fujita voraus.

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