Renaissance des Rieslings
Deutsche Weinexporte legen weiter zu

Die deutschen Weinexporte legen weiter zu – dank der weltweiten Renaissance des Rieslings. Besonders in einem Land ist der Tropfen ein Renner.

HB MAINZ. In den zwölf Monaten bis April 2006 stieg der Wert im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11,3 Prozent auf fast 496 Millionen Euro, wie das Deutsche Weininstitut (DWI) mitteilte. Die ausgeführte Weinmenge steigerte sich um 4 Prozent auf 271 Millionen Liter. „Der deutsche Weinbau hat international enorm an Renommee gewonnen“, sagte der DWI-Bereichsleiter Auslandsmarketing, Steffen Schindler.

„Viele Toprestaurants von New York bis Sydney führen heute deutsche Rieslinge“, ergänzte er. Der Anteil Deutschlands am weltweiten Anbau der weißen Weinrebe liege mit 20 627 Hektar bei 61,5 Prozent. Das hiesige eher kühle Klima und die daher vergleichsweise langen Reifezeiten der Trauben sorgen nach Schindlers Worten für eine besondere Fruchtigkeit der Weine, die die internationale Gastronomie schätze. Zudem habe es im neuen Jahrtausend in Deutschland eine Serie guter Jahrgänge gegeben.

Wichtigster Exportmarkt bleibt Großbritannien - dorthin geht rund ein Drittel der deutschen Ausfuhr. Während die Exportmenge für den Inselstaat jüngst laut Schindler zwar deutlich sank, blieb ihr Wert aber annähernd gleich, weil dort zunehmend etwas teurere deutsche Weine verkauft werden.

Die USA sind nach Angaben des Fachmannes für Deutschlands Winzer gegenwärtig der am meisten Erfolg versprechende Markt. „Weltweit sind sie noch der drittgrößte Weinmarkt. Man rechnet aber damit, dass sie künftig auf Platz eins sein werden“, erklärte der Bereichsleiter der Marketingorganisation DWI. Bei einem jährlichen Pro-Kopf-Verbrauch von derzeit 11,6 Liter Wein in den USA „ist noch viel Luft für uns drin“: In Deutschland liege diese Quote bei rund 20 Litern.

Drittwichtigster Exportmarkt für Deutschland blieben die Niederlande mit zweistelligen Zuwächsen beim Wert der Ausfuhr. Auf Platz vier liegt laut Schindler Japan. Nach der Wirtschafts- und Weinkrise der 90er Jahre sei hier mittlerweile „die Talsohle durchschritten“. Der fünfwichtigste Auslandsmarkt für Deutschlands Weinbauern ist Schweden - auch hier gab es Zuwächse.

Noch nicht beziffern lässt sich laut DWI der Einfluss der Fußball- Weltmeisterschaft auf den Auslandsabsatz des hiesigen Weines. Immerhin hätten zahlreiche große ausländische Zeitungen nicht nur über den Fußball, sondern auch über die Weine in Deutschland berichtet.

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