Report
The German Model

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Bremerhaven: Emigrants and Exports

A half-century ago, culture and education had drawn me to Europe. In my American high school, we had exchange students—three from old Europe, one from Turkey. They were all so smart, so nice, so well-educated—already ahead of their American counterparts. And of course they spoke at least two foreign languages, sometimes more.

I wanted a taste of what made those young people so impressive. Thanks to a wave of postwar exchange programs to reintegrate Germany into the world, I received a fellowship to Göttingen University.

To save money, I traveled by coal freighter from Virginia, a 13-day trip across the heaving Atlantic to Bremerhaven, the city of emigrants. Over two centuries, more than seven million Germans left Bremerhaven for foreign lands, mostly America.

On one day in 1961, one American arrived, going the other way.

My little ship docked during the night of August 13, 1961. Something was wrong. The captain and the immigration police crowded around a radio. They would not left me off the ship. Berlin is being divided, they said. American and Soviet military were facing one another. It was one of the tensest moments of the Cold War.

Hours later, I went ashore and walked into history. I did not know what a large role the Berlin wall would play in my future.

During my first year in Germany, I was like a hog in mud. I reveled in studying German in the Black Forest, in hitchhiking and motorcycling from Flensburg to Berchtesgaden, in staying with many German families I met. I loved the easy access to culture (student discounts for the opera!), the cosmopolitan flavor of Göttingen (I lived in the Fridtjof-Nansen-Haus), and especially the electric atmosphere in Berlin.

Crossing through the newly fortified Checkpoint Charlie with my illegally-exchanged East Marks, I was rich. I could take East Berlin students to lunch in a nice restaurant on the pompous Karl Marx Allee.

Even in the 1960s, even with the war only 16 years in the past, I was astonished at how modern Germany seemed, thanks to postwar construction. And, at the same time, how rooted in the past: the village wine festivals,  the official meeting of the village council (over beer!) in the local pub.

The little things were striking to me. How smoothly and frequently the buses ran—just 16 years after World War II. Yet how hard it was to shop for simple things: You had to stand in line and ask for a bottle of milk or a can of beans in a little mom-and-pop grocery store—no super-markets then.

As an American, I was treated alternately like a malefactor—because of abuses against blacks in the U.S. (even though I was active in the civil rights movement)—or as a hero. There was not yet an Americanized Vietnam war, no ugly American. Especially away from the universities, Germans’ memories of the Marshall Plan and Care Packages were still alive.

An exchange student’s energy went into learning the language, the culture, the geography, the people. All the focus was on Germany’s recovery from war, its return to the ranks of civilized nations. Even if the shadow of the war still fell across the land, there was a general sense of optimism about the future. Konrad Adenauer ran the country. Ludwig Erhard ran the economy. The Americans kept the peace.

Kommentare zu " Report: The German Model"

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  • Die lesenswerte Bestandsaufnahme von Herrn Range ist auf wenige Erscheinungen konzentriert und vielfach von Wunschvorstellungen für Deutschland und für die USA geprägt. Als US-Staatsbürger, der seit 1970 durchgehend in Deutschland lebt, bin ich mit eingehenden Erfahrungen in beiden Teilen des Landes vor und nach der Wende vertraut. Meine Stasi-Akte von über 1.500 Seiten gewährt dabei im Vergleich zu den Stippvisiten eines Journalisten einen besonders tiefen Einblick in die ostdeutschen Lebensverhältnisse, auch deshalb, weil ich 2008 aus einem Dorf in einem sächsischen Bergbaurevier zwangsweise ausgesiedelt wurde, in dem ehemalige Inoffizielle Mitarbeiter der Stasi inzwischen zu den ranghohen Managern des dafür verantwortlichen Braunkohleunternehmens aufgestiegen waren. Das fehlende Interesse der deutschen Medien und auch namhafter Politiker für die damit einhergehende Entrechtung von Privatbürgern stützt die Vermutung, dass sich zwischen der selektiven Vergangenheitsbewältigung nach 1945 und später nach 1989 nur wenig unterscheidet. Der früher oft intonierte Appell "Wehret den Anfängen" ist in letzter Zeit merklich verstummt. In der ökonomischen Betrachtung von Herrn Range fällt jeder Hinweis auf den über weite Strecken misslungenen Aufbau Ost, der rein rechnerisch die Wirtschaftskrisen ganzer EU-Mitgliederstaaten in den Schatten stellt. Er spekuliert auch nicht darüber, welchen Platz die verwaltungstechnisch überfrachteten Bundesländer in einem zukünftig vereinten Europa noch einnehmen könnten, und ob ihre heutige Einflussnahme auf die deutsche Politik nicht eher juristisch als volkswirtschaftlich begründet ist. Das Land Brandenburg hat indes weniger Einwohner, als der New Yorker Stadtteil Brooklyn, der sich seinerseits keinen Ministerpräsidenten und auch kein gesetzgebendes Parlament leistet. Die USA dürften wohl kaum dieses volkstümliche anmutende Modell übernehmen wollen. Ich wohne gern in Deutschland, nicht zuletzt wegen der guten Eisenbahnverbindungen, die mir

  • Brauchen Sie finnischsprächige Buchhälter für die deutsche Industrie? Ich kann was sonst tun.

  • Handwerk schon immer eine Wissenschaft, weshalb es Sinn macht,dass es eben im Ausland eine "angewandte Wissenschaft"ist.

    warum es historisch sich anders entwickelt hat,würde jetzt zu lange dauern,wenn ich es erklären würde.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/28/Einteilung_der_Wissenschaft_bei_Aristoteles.doc.pdf

    im Ausland gibt es auch keine Spezialschulen für bestimmte Berufsstände wie Handwerker.

    DE ist in der Vormoderne -- ständische Schulen, ständische Bildung. Für den untersten Bildungsstand - den Handwerker - reicht die einfache Volksbildung -- blöd nur, dass einige von denen mittlerweile Abitur haben - sollten die ja nie haben, die einfachen Arbeiter aus dem einfachen Volk. Die Mittelschulen für die mittlere Ebene in Betrieb und Verwaltung....

    ich als Mensch der Moderne finde das gruselig.

    die 3 Bildungsstände in DE - und auf jeder Ebene gibts weniger Allgemeinbildung.

    und dann sind massenweise Kinder auch noch falsch sortiert. Sowas würd ich nicht epxportieren - irgendwann wollen wir auch mal in der Moderne ankommen und dort bleiben.

    das Bildungssystem hier beruht darauf:

    Deutsche Reichsschulkonferenz (1920)

    „Wir brauchen 50% ungelernte Arbeiter. Das Wohl der Gemeinschaft kann es erfordern, dass bei vielen vorhandene Eigenschaften verkümmern müssen, damit andere
    Eigenschaften, die notwendig sind, entwickelt
    werden können.“ (Diskussionsbeitrag)

    Weinstock (Religionspädagoge, 1938 und 1955)

    „Dreierlei Menschen braucht die Maschine: den der
    sie bedient, den der sie repariert und verbessert, den
    der erfindet und konstruiert. Offenbar verlangt die
    Maschine eine dreigliedrige Schule: Eine Bildungs-
    stätte für die ausführenden, also zuverlässig antwor-
    tenden Arbeiter,ein Schulgebilde für die verant-
    wortlichen Vermittler und endlich ein solches für
    die Frager,die theoretisch Begabten.“

    DE kultiviert das 19.Jahrhundert.Es passt nicht mal mehr zur Realität. Es ist oft immer noch dreigliedrig.

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