Report
The German Model

Germany has become a leading political and economic power, Peter Ross Range says. But what exactly can America learn from this country? Range took a trip all across Germany - and talked to those who shape the nation.
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On the night flight from Washington, I read all the German newspapers that Lufthansa offers. I'm returning for my first visit to Germany in eight years, my first visit to some places in fifty years. 

The economy, politics, immigration, Germany’s energy transformation—it all fascinates me. Germany seems to be on top of the world. Or maybe that’s only the appearance. The euro is in trouble. Everyone expects Germany to fix it. Debate rages in the political world over Chancellor Angela’s Merkel’s decision to help bail out the banks of ailing countries. 

Yet Germany booms. Unemployment is below 7 percent. People talk again about the German way.

“We need to learn from the German model,” notes Steven Rattner, the Wall Street financier who in 2009 led the $82 billion bailout of the U.S. auto industry.

Even Jeffrey Immelt, chairman of General Electric, the American giant, says: “We need to be more like Germany.”

None less than President Barack Obama, planning his economic policy, asked an advisor: “Why is Germany so successful at running a high-wage industrial sector?”

That’s not all. In his last State of the Union speech—an annual showpiece of American politics—Obama held up the model of Germany’s dual education system (without calling it German). He introduced a young woman, who sat next to Michelle Obama in the U.S. Congress. Her  name is Jackie. She graduated from a joint training program organized by a North Carolina community college but sponsored and supported largely by Siemens to produce trained workers for its Charlotte, N. C., gas turbine plant. It is an unabashed copy of Germany’s dual education system. Siemens, Volkswagen, Bosch and other German companies are importing the German system to their American sudsidiaries.

Now I’ve come to Germany to see for myself what makes the country tick. Fifty-one years ago, on a warm August day, I arrived in Bremerhaven, Germany’s famous northern port, for what has turned out to be an enduring involvement with Germany, an emotional and intellectual entanglement that never stops.

As a journalist, I have traveled much of the world, lived in Vietnam, written about the Middle East, and spent much time in American politics. But, somehow, I always come back to Germany. Once there, it feels like a second home.

Kommentare zu " Report: The German Model"

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  • Die lesenswerte Bestandsaufnahme von Herrn Range ist auf wenige Erscheinungen konzentriert und vielfach von Wunschvorstellungen für Deutschland und für die USA geprägt. Als US-Staatsbürger, der seit 1970 durchgehend in Deutschland lebt, bin ich mit eingehenden Erfahrungen in beiden Teilen des Landes vor und nach der Wende vertraut. Meine Stasi-Akte von über 1.500 Seiten gewährt dabei im Vergleich zu den Stippvisiten eines Journalisten einen besonders tiefen Einblick in die ostdeutschen Lebensverhältnisse, auch deshalb, weil ich 2008 aus einem Dorf in einem sächsischen Bergbaurevier zwangsweise ausgesiedelt wurde, in dem ehemalige Inoffizielle Mitarbeiter der Stasi inzwischen zu den ranghohen Managern des dafür verantwortlichen Braunkohleunternehmens aufgestiegen waren. Das fehlende Interesse der deutschen Medien und auch namhafter Politiker für die damit einhergehende Entrechtung von Privatbürgern stützt die Vermutung, dass sich zwischen der selektiven Vergangenheitsbewältigung nach 1945 und später nach 1989 nur wenig unterscheidet. Der früher oft intonierte Appell "Wehret den Anfängen" ist in letzter Zeit merklich verstummt. In der ökonomischen Betrachtung von Herrn Range fällt jeder Hinweis auf den über weite Strecken misslungenen Aufbau Ost, der rein rechnerisch die Wirtschaftskrisen ganzer EU-Mitgliederstaaten in den Schatten stellt. Er spekuliert auch nicht darüber, welchen Platz die verwaltungstechnisch überfrachteten Bundesländer in einem zukünftig vereinten Europa noch einnehmen könnten, und ob ihre heutige Einflussnahme auf die deutsche Politik nicht eher juristisch als volkswirtschaftlich begründet ist. Das Land Brandenburg hat indes weniger Einwohner, als der New Yorker Stadtteil Brooklyn, der sich seinerseits keinen Ministerpräsidenten und auch kein gesetzgebendes Parlament leistet. Die USA dürften wohl kaum dieses volkstümliche anmutende Modell übernehmen wollen. Ich wohne gern in Deutschland, nicht zuletzt wegen der guten Eisenbahnverbindungen, die mir

  • Brauchen Sie finnischsprächige Buchhälter für die deutsche Industrie? Ich kann was sonst tun.

  • Handwerk schon immer eine Wissenschaft, weshalb es Sinn macht,dass es eben im Ausland eine "angewandte Wissenschaft"ist.

    warum es historisch sich anders entwickelt hat,würde jetzt zu lange dauern,wenn ich es erklären würde.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/28/Einteilung_der_Wissenschaft_bei_Aristoteles.doc.pdf

    im Ausland gibt es auch keine Spezialschulen für bestimmte Berufsstände wie Handwerker.

    DE ist in der Vormoderne -- ständische Schulen, ständische Bildung. Für den untersten Bildungsstand - den Handwerker - reicht die einfache Volksbildung -- blöd nur, dass einige von denen mittlerweile Abitur haben - sollten die ja nie haben, die einfachen Arbeiter aus dem einfachen Volk. Die Mittelschulen für die mittlere Ebene in Betrieb und Verwaltung....

    ich als Mensch der Moderne finde das gruselig.

    die 3 Bildungsstände in DE - und auf jeder Ebene gibts weniger Allgemeinbildung.

    und dann sind massenweise Kinder auch noch falsch sortiert. Sowas würd ich nicht epxportieren - irgendwann wollen wir auch mal in der Moderne ankommen und dort bleiben.

    das Bildungssystem hier beruht darauf:

    Deutsche Reichsschulkonferenz (1920)

    „Wir brauchen 50% ungelernte Arbeiter. Das Wohl der Gemeinschaft kann es erfordern, dass bei vielen vorhandene Eigenschaften verkümmern müssen, damit andere
    Eigenschaften, die notwendig sind, entwickelt
    werden können.“ (Diskussionsbeitrag)

    Weinstock (Religionspädagoge, 1938 und 1955)

    „Dreierlei Menschen braucht die Maschine: den der
    sie bedient, den der sie repariert und verbessert, den
    der erfindet und konstruiert. Offenbar verlangt die
    Maschine eine dreigliedrige Schule: Eine Bildungs-
    stätte für die ausführenden, also zuverlässig antwor-
    tenden Arbeiter,ein Schulgebilde für die verant-
    wortlichen Vermittler und endlich ein solches für
    die Frager,die theoretisch Begabten.“

    DE kultiviert das 19.Jahrhundert.Es passt nicht mal mehr zur Realität. Es ist oft immer noch dreigliedrig.

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