Germany has become a leading political and economic power, Peter Ross Range says. But what exactly can America learn from this country? Range took a trip all across Germany - and talked to those who shape the nation.

Kommentare

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  • Die lesenswerte Bestandsaufnahme von Herrn Range ist auf wenige Erscheinungen konzentriert und vielfach von Wunschvorstellungen für Deutschland und für die USA geprägt. Als US-Staatsbürger, der seit 1970 durchgehend in Deutschland lebt, bin ich mit eingehenden Erfahrungen in beiden Teilen des Landes vor und nach der Wende vertraut. Meine Stasi-Akte von über 1.500 Seiten gewährt dabei im Vergleich zu den Stippvisiten eines Journalisten einen besonders tiefen Einblick in die ostdeutschen Lebensverhältnisse, auch deshalb, weil ich 2008 aus einem Dorf in einem sächsischen Bergbaurevier zwangsweise ausgesiedelt wurde, in dem ehemalige Inoffizielle Mitarbeiter der Stasi inzwischen zu den ranghohen Managern des dafür verantwortlichen Braunkohleunternehmens aufgestiegen waren. Das fehlende Interesse der deutschen Medien und auch namhafter Politiker für die damit einhergehende Entrechtung von Privatbürgern stützt die Vermutung, dass sich zwischen der selektiven Vergangenheitsbewältigung nach 1945 und später nach 1989 nur wenig unterscheidet. Der früher oft intonierte Appell "Wehret den Anfängen" ist in letzter Zeit merklich verstummt. In der ökonomischen Betrachtung von Herrn Range fällt jeder Hinweis auf den über weite Strecken misslungenen Aufbau Ost, der rein rechnerisch die Wirtschaftskrisen ganzer EU-Mitgliederstaaten in den Schatten stellt. Er spekuliert auch nicht darüber, welchen Platz die verwaltungstechnisch überfrachteten Bundesländer in einem zukünftig vereinten Europa noch einnehmen könnten, und ob ihre heutige Einflussnahme auf die deutsche Politik nicht eher juristisch als volkswirtschaftlich begründet ist. Das Land Brandenburg hat indes weniger Einwohner, als der New Yorker Stadtteil Brooklyn, der sich seinerseits keinen Ministerpräsidenten und auch kein gesetzgebendes Parlament leistet. Die USA dürften wohl kaum dieses volkstümliche anmutende Modell übernehmen wollen. Ich wohne gern in Deutschland, nicht zuletzt wegen der guten Eisenbahnverbindungen, die mir

  • Brauchen Sie finnischsprächige Buchhälter für die deutsche Industrie? Ich kann was sonst tun.

  • Handwerk schon immer eine Wissenschaft, weshalb es Sinn macht,dass es eben im Ausland eine "angewandte Wissenschaft"ist.

    warum es historisch sich anders entwickelt hat,würde jetzt zu lange dauern,wenn ich es erklären würde.

    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/28/Einteilung_der_Wissenschaft_bei_Aristoteles.doc.pdf

    im Ausland gibt es auch keine Spezialschulen für bestimmte Berufsstände wie Handwerker.

    DE ist in der Vormoderne -- ständische Schulen, ständische Bildung. Für den untersten Bildungsstand - den Handwerker - reicht die einfache Volksbildung -- blöd nur, dass einige von denen mittlerweile Abitur haben - sollten die ja nie haben, die einfachen Arbeiter aus dem einfachen Volk. Die Mittelschulen für die mittlere Ebene in Betrieb und Verwaltung....

    ich als Mensch der Moderne finde das gruselig.

    die 3 Bildungsstände in DE - und auf jeder Ebene gibts weniger Allgemeinbildung.

    und dann sind massenweise Kinder auch noch falsch sortiert. Sowas würd ich nicht epxportieren - irgendwann wollen wir auch mal in der Moderne ankommen und dort bleiben.

    das Bildungssystem hier beruht darauf:

    Deutsche Reichsschulkonferenz (1920)

    „Wir brauchen 50% ungelernte Arbeiter. Das Wohl der Gemeinschaft kann es erfordern, dass bei vielen vorhandene Eigenschaften verkümmern müssen, damit andere
    Eigenschaften, die notwendig sind, entwickelt
    werden können.“ (Diskussionsbeitrag)

    Weinstock (Religionspädagoge, 1938 und 1955)

    „Dreierlei Menschen braucht die Maschine: den der
    sie bedient, den der sie repariert und verbessert, den
    der erfindet und konstruiert. Offenbar verlangt die
    Maschine eine dreigliedrige Schule: Eine Bildungs-
    stätte für die ausführenden, also zuverlässig antwor-
    tenden Arbeiter,ein Schulgebilde für die verant-
    wortlichen Vermittler und endlich ein solches für
    die Frager,die theoretisch Begabten.“

    DE kultiviert das 19.Jahrhundert.Es passt nicht mal mehr zur Realität. Es ist oft immer noch dreigliedrig.

  • wir müssen uns im klaren darüber sein: wenn die duale Ausbildung eine Sekundarstufe ist, dann muss man sie mit der Highschool vergleichen, nicht mit dem akademischen Abschluss wie im Artikel geschildert. Deshalb auch die freche Diskussion in DE, ob man nicht Abitur jetzt nach all den Jahrzehnten (soll ich sagen Jahrhunderten) gleichstellen müsste mit Abitur im EQR -- faktisch sind das die ganze Zeit eben nur Schüler, deren Recht auf Bildung nicht gewahrt wurde.

    bezogen auf den EQR muss man sie nun eigentlich mit den Studenten des Auslands vergleichen, da ihnen nur die Oberstufe fehlt und sie den Beruf vorverlegt haben, wobei sie mutmaßlich gleiche Kompetenzen erreichen.

    das was man anderswo nach der langen Schulbildung erhält wird in DE vorgezogen - soll theoretisch halt mit ca. 15,16 beginnen, wobei Jugendschutzgesetzte dem ja oft entgegenstehen. Und das ist Resultat des mehrgliedrigen Schulsystems und der in DE vergleichsweise geringen Bildungsexpansion -- im Vergleich zum Ausland.

    in Finnland studieren auch angeblich schon 80% der jungen Frauen.

    http://www.bbc.co.uk/news/education-11438140

    DE kann eh nicht verhindern, dass "bildungsferne Facharbeiter" studieren dürfen:

    http://www.science.gu.se/english/research/portraits/ulrik-hjort-lassen/

  • und wenn er die duale Ausbildung exportieren will, käme das einer Zerschlagung der Highschool gleich. Denn das ist nunmal nur eine Sekundarstufe 2 = Upper Secondary hat man in den USA aber schulisch mit Allgemeinbildung. Dadurch haben die Schüler viel mehr Möglichkeiten, sich noch zu orientieren.

    Das sind nunmal noch keine Erwachsenen, sondern Spätpupertierende.

    http://nces.ed.gov/fastfacts/display.asp?id=16

    außerdem wäre schwachsinnig diese zugunsten eines dual training zu zerschlagen, weil gerade die Gesamtschule gute Potentiale zur Berufsorientierung für jedermann bietet! Schlimmstenfalls müssen die dann später Highschool nachholen wie in DE und verlieren dann noch mal Zeit. Dabei bietet doch die Highschool das Vollangebot für jedermann und die wählen selber, ob sie berufliche Kurse nehmen wollen, akademisch orientierte etc.



    in DE fängt Berufsbildung in Hauptschulen immer früher an -- wir sind schon in Bayern in klasse 5 angekommen - bei 11jährigen. Das passt vielleicht zu Entwicklungsländern, wo nach Grundbildung nicht mehr viel kommen kann.

    http://www.nordbayern.de/nuernberger-zeitung/nuernberg-region/schuler-sammeln-erfahrungen-aus-erster-hand-1.1356965

    sicher das er das haben will? Ich find es gruselig 11jährige hinter Supermarktkassen zu setzen, v.a. wo es immer mehr SB-Kassensysteme geben wird.

    voll das eingeschränkte Bildungsangebot. Ich würde bei der Highschool bleiben, damit jeder die Chance hat, alles mitzubekommen im Vollangebot.




  • Der Hauptgrund, warum es in DE immer eine Sekundarstufe 2 war liegt im mehrgliedrigen Schulsystem des 19. Jahrhunderts und seinen Langzeitfolgen. Das war für all jene, die eben keine Allgemeinbildung mitbekommen sollten in einer Oberstufe. Wenn der US-Bürger hier das exportieren will, dann müsste er die Highschool zerschlagen, womit er jungen Leuten Bildungschancen ruinieren würde.

    dann würden die Highschoolschüler, die vermeintlich schwächer wären eben nicht mehr weiter in die Schule gehen dürfen, sondern müssten mit 15 bis 16 Jahren abgehen und in Ausbildung eines Betriebes. Das wäre aber unmöglich in den USA, da in vielen Bundesstaaten mittlerweile 98% einen highschoolabschluss erwerben. Es würde auch viele von Allgemeinbildung fern halten. Ein Kurssystem wie in den USA ist viel besser geeignet, allen Schülern gerecht zu werden. Das sorgt dafür, dass die Schüler sich besser orientieren können, auch beruflich, bis zur Volljährigkeit und geistigen Reife ausgebildet werden und Grundlagen erhalten. Außerdem findet man dann selbst seine Stärken und Schwächen besser heraus.

    außerdem ist nicht garantiert, dass USFirmen die 15-16jährigen dann einstellen. In DE bilden auch nur noch 22% der Firmen aus, 1980er Jahre waren es noch um 40%.

  • es macht keinen Sinn, wenn ein Highschoolabsolvent/jemand mit Abitur danach noch mal eine Sekundarstufe 2 besucht = Berufsschule/Hauptschulniveau/Ausbildung. Die verbessern nie ihren Bildungsstand und viele werden unterfordert. Hauptproblem ist doch dass man hier alles nach unten anpasst.

    DE exportiert immer seinen Facharbeiter - im Endeffekt kommt auf der anderen Seite des Teichs immer ein Student bei raus -- und das nicht nur sprachlich (Apprenticeship-Student), sondern eben auch tatsächlich. Das hat mehrere Gründe: zum Einen weil die Berufe sich wandeln und anspruchsvoller werden - egal ob Landwirt oder KFZ-Mechatronik oder Fachinformatiker oder Krankenpflege - das ist alles schon weit über dem Niveau der Hauptschule und der kurzen 9jährigen Schulbildung.

    DE versucht es aber immer auf Hauptschulniveau zu zementieren. Es gibt keinen Grund ins Ausland die Hauptschule zu exportieren, wenn diese bereits 12-13 Jahre Schulbildung mitbringen und dann oft noch Lebenserfahrung hinzu.

    Das Hauptproblem in DE ist die Anpassung nach unten: da wird alles an den letzten Hauptschüler angepasst, dabei kommen die nicht mehr in Ausbildung.

    Bsp. Pflege: weltweit ein Studium, seit ca 1900 in den USA Pflegewissenschaften, in anderen Ländern machen die mehr medizinisch, entwickeln eigene Pflegekonzepte in der Praxis, lernen nicht nur mit Anschauungspädagogik.

    DE will das Niveau von 9 Jahren Schulbildung festlegen, obwohl Pflegeschulen lieber REIFERE nehmen, z.B. wg. Umgang mit Krebspatienten, Intensivmedizin, psychisch Kranken...

    man muss mal mit der Zeit gehen in DE - wir sind hier nicht mehr in den 1950er Jahren - das Weltwissen verdoppelt sich alle 5 Jahre und hat nen großen Sprung nach vorn gemacht.

    andere Länder haben darauf reagiert und entwickeln die Berufe weiter. DE hängt anderen Ländern hinterher, nicht umgekehrt. Man entwickelt alles immer zum höheren Standard, man passt es niemals nach unten an absichtlich.





  • wer ausgerechnet das deutsche duale Bildungswesen exportiert, der exportiert das 19. Jahrhundert und die Vormoderne. Natürlich ist das im Ausland höhere Bildung=Studium. Jeder, der schulisch eine Sekundarstufe 2 absolviert hat nunmal Highschool und muss nicht noch mal eine Upper Secondary machen. Deshalb könnte es im Ausland höchstens ein duales Studium geben. Also tertiär bis postsekundär Tertiär 5A, Tertiär 5B - aber nicht noch mal Sekundarstufe 2 wie in DE.

    im Ausland ist es übrigens so, dass die meisten aus dem "dual training" ebenfalls Erwachsene sind - oft schon über 30. Es werden faktisch nicht Jugendliche ausgebildet, sondern Erwachsene als Spezialisten. Das hat aber nichts mit der Sekundarstufe 2 zu tun, die es in DE sein soll für Jugendliche ab 15! (Hauptschulabschlussalter!).

    Interessanterweise - ich zitier das BIBB ist es so dass aber ausgerechnet die Ausbildung in DE Art und Weise eigentlich nur für JUGENDLICHE gelten darf, da man für Erwachsene mehr zahlen müsste, da diese produktiver sind und eben mehr zum Leben bräuchten da nicht mehr zu Hause lebend. Dann wären wir aber genau bei dem System wie im Ausland: hier wird schulisch ausgebildet und danach erfolgt Arbeitsmarktintegration der dann Älteren gleich als feste Arbeitnehmer = teurer. Da aber in DE die Azubis mittlerweile auch meist um die 20 sind ist die Frage berechtigt, warum man davor Warteschleifen hat und nicht gleihc wie im Ausland schulisch ausbildet.

  • der Vorteil der Bildungssysteme wie in den USA ist nunmal der, dass es zeitsparend ist. Wo man in DE noch mal wieder Abitur nachholen muss im 2. oder gar 3. Bildungsweg, ist man im Ausland mit der Grundlegenden Allgemeinbildung schon längst durch. Dann kommt DIREKT tertiäre oder postsekundäre Bildung - natürlich nicht noch mal Hauptschule, nicht noch mal eine Sekundarstufe 2. Duale Ausbildung ist eine Upper Secondary, aber oft ohne jedwede Allgemeinbildung - ein entscheidender Unterschied zum Ausland. Deshalb hat man im Ausland Abiturquoten von 80-90%. In Kanada denkt man sogar, die Ausbildungsabsolventen hätten einen Highschoolabschluss, den sie aber nicht bekommen in DE. Der wird den Kindern vorenthalten - und dann fragen sie wieder und wieder wo sie denn ihren Schulabschluss nachholen müssen, wenn sie mal den Beruf wechseln wollen. In DE wird man in seinen Beruf regelrecht festzementiert. Mit 16 falsch entschieden? Na dann dauert es ein paar Jährchen um da wieder rauszukommen. Das ist in DE gar nicht gewünscht. Kein Wunder das die Weiterbildung hier so niedrig ist.

    die Ausbildungen sind in anderen Ländern besser - selbst Österreich gibt in viel mehr Ausbildungen eine Matura mit, damit man nicht in der Sackgasse landet.

    Aber DE liegt halt nicht viel an der Bildung dieser Schüler!!! Das wird hier nur aus Arbeitgebersicht gesehen und die interessieren sich nicht für den Menschen dahinter.

    ab gesehen davon sind das die Reste der Ständegesellschaft im deutschen Bildungssystem. Das ist absolut rückschrittlich - aus dem 19. Jahrhundert. 1809 wollte Humboldt das bereits reformieren und scheiterte am Widerstand der höheren Schichten. Daher kommt das deutsche Bildungsschisma. Hinübergerettet hat es ein Altnazi 1945 vor den Alliierten. Man sollte nicht die Vormoderne exportieren die für die meisten Bürger keine höhere Bildung wollte. Hauptschule ist berufsständisch - Spezialschule für zukünftige Handwerker - selbst die wollen aber lieber welche mit Abitur.

  • des weiteren schreibt er,dass in den USA nicht jeder für akademische Bildung geeignet ist.Das Hauptproblem warum dort aber viele ein Studium abbrechen sind in Wirklichkeit die Studiengebühren.

    DE hat hingegen das entgegengesetzteProblem:inDE hält man zu viele der eigenen Bürger für geistig minderbemittelt und intelligenzschwach, weshalb man diese schon als Kinder selektiert und auf schlechtere Schulen verweist. Das Niveau der Ausbildung wird in DE übrigens immer auf Hauptschulniveau gehalten von der KMK.

    Doch wenn wir betrachten, was eigentlich duale Ausbildung ist und was eigentlich höhere Bildung: Höhere Bildung ist alles, was postsekundär oder tertiär erfolgt international. Es geht nicht darum ein hochtheoretisches Studium zu absolvieren, sondern um die lange Vorbildung bis zum Erwachsenenalter. Da scheitert keiner aus akademischen Gründen wenn er den Bachelor of Bricklaying macht, den es auch schon gibt, sondern an den hohen Studiengebühren.

    wer eine Sekundarstufe 2 schulisch beendet hat = highschool - muss danach numal höhere Bildung bekommen altersgemäß und nicht wieder in eine Hauptschule. DE hingegen hält zu viele Bürger für grenzdebil und sperrt sie in der Hauptschule ein!

    Krankenpflege soll wieder auf Hauptschulniveau, damit der letzte Hauptschüler noch rein kann und in Städten wie HH sind 80% der Pflegeschüler mit Abitur! DE passt alles immr nach unten an, was andere Länder ans höhere Vorbildungsniveau nach oben anpassen! Hinzu kommt der technische Fortschritt, der Berufe anspruchsvoller macht und technischer -- und DE will 15jährige Hauptschüler in Ausbildung schleusen - was die Firmen aber nicht mehr mitmachen! Im Ausland bildet man seine Bürger bis zum Erwachsenenalter schulisch aus.Das macht Sinn, denn auch in deren Ländern will man 14-15jährige ungern in Firmen sehen, wo Geld verdient werden soll. Altersmäßig muss es passen. Ich denke,es gibt einen guten Grund, lange schulisch auszubilden und danach muss nunmal höhere Bildung kommen

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