Reuters-Einkaufmanagerindex
Leichtes Wachstum spürbar

Der Effekt ist noch schwach - aber spürbar: Die allgemeine Geschäftstätigkeit in Deutschland und der Euro-Zone nimmt zu. Das hat der Reuters-Einkaufsmanagerindex für beide Gebiete ergeben.

HB BERLIN. Ein deutlich besseres Neugeschäft hat im September den seit über einem Jahr anhaltenden Abwärtstrend in der deutschen Industrie gestoppt. Der Reuters-Einkaufsmanagerindex (EMI) stieg im September auf saisonbereinigt 50,2 Punkte von 48,8 Punkten im August, wie das Forschungsinstitut NTC, das den EMI mit dem Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) für Reuters erhebt, am Mittwoch mitteilte.

Damit sprang der Index erstmals seit 14 Monaten wieder über die Wachstumsschwelle von 50 Punkten, ab der der EMI eine Zunahme der Geschäfte signalisiert. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt einen Wert von 49,5 Punkten erwartet.

„Hauptantrieb für den Sprung des Index über die 50,0-Marke war die deutliche Erhöhung beim Neugeschäft im September“, erklärte NTC. Der Teilindex für die Neuaufträge sprang auf 54,0 nach 50,9 Punkten im Vormonat und erreicht damit den höchsten Stand seit Januar 2001. Als Gründe dafür nannten die rund 400 befragten Manager der Branche sowohl das bessere Exportgeschäft als auch die höhere Binnennachfrage. Das Auslandsgeschäft nahm zum zweiten Mal in Folge zu, besonderer Motor für den Exportzuwachs waren die USA. Da zunehmend mehr befragte Unternehmen eine verbesserte Geschäftslage beobachteten, ergab die September-Umfrage das erste Produktionswachstum seit sechs Monaten. Allerdings setzten die Unternehmen dabei auf Produktivitätsgewinne und bauten weiter Stellen ab. Der entsprechende Teilindex zur Beschäftigung lag mit 45,4 nach 44,9 Punkten weiter klar unter 50 Zählern.

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