Reuters-Service-Index
Deutsche Dienstleister legen zu

Die deutschen Dienstleister blicken so optimistisch in die Zukunft wie seit drei Jahren nicht mehr. Ihre Geschäfte haben sie im November kräftig verbessert. Der Reuters-Service-Index stieg unerwartet deutlich auf 55,4 von 53,7 Punkten im Oktober, wie das Forschungsinstitut NTC am Mittwoch mitteilte, das den Index für Reuters erhebt.

HB BERLIN. Die Zuwachsrate war die stärkste seit September 2000. Nach Angaben der rund 500 befragten Firmen stieg insbesondere der Auftragseingang zum Vormonat stark an. Der Auftragsbestand nahm gleichwohl ab, was NTC zufolge darauf hindeutet, dass im Dienstleistungssektor weiter Überkapazitäten bestehen. Auch der Arbeitsmarkt konnte noch nicht von der Verbesserung profitieren.

Im Vergleich mit den anderen großen Volkswirtschaften der Euro-Zone - Frankreich, Italien und Spanien - fiel der Zuwachs in Deutschland schwächer aus. Der Reuters-Service-Index für das Währungsgebiet stieg auf 57,5 von 56,0 Punkten. Von Reuters zuvor befragte Analysten hatten für Deutschland einen Stand von 54,5 und für die Euro-Zone von 56,5 Zählern erwartet.

NTC zufolge war die Zuwachsrate in Deutschland die stärkste seit September 2000, wobei sich das Wachstum in den vergangenen vier Monaten kontinuierlich beschleunigte. Der Zuwachs beim Auftragseingang war sogar der stärkste seit Juni 2000. Der entsprechende Index legte auf 55,8 von 52,5 Punkten zu und erreichte damit ein stabiles Niveau oberhalb der Wachstumsgrenze von 50 Zählern. Werte darunter weisen auf schrumpfende Geschäfte hin. „Umfrageteilnehmer gaben an, dass auch zahlreiche Neukunden hinzugewonnen werden konnten“, erklärte NTC.

Das stärkere Neugeschäft konnte von den meisten Firmen offenbar aber ohne große Probleme abgearbeitet werden. Der Auftragsbestand nahm wie in den vergangenen drei Jahren ab, allerdings langsamer als in den vorigen Monaten. Zudem wurden erneut Mitarbeiter entlassen, wobei sich aber auch hier das Tempo verringerte. Begründet wurde der Personalabbau mit Rationalisierungen und Produktivitätssteigerungen. „Von Kapazitätsengpässen war im Allgemeinen nichts zu spüren.“

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