Rezession
Bank of England weitet Hilfen abermals aus

Die anhaltende Kreditklemme in Großbritannien ruft erneut die Notenbank auf den Plan. Die Bank of England verkündete am Montag in London, wie sie den Kapitalfluss für Unternehmen verbessern will.

HB LONDON. Die Bank of England gab bekannt, sie wolle mit zwei neuen Kreditlinien Firmen im Bedarfsfall Geld zur Verfügung stellen. Dafür weitet sie einerseits ihr bestehendes Ankaufprogramm für Commercial Papers – kurzlaufende Anleihen für die Refinanzierung von Unternehmen – aus. Zudem soll es aus einem anderen Topf Hilfen für Zulieferer-Firmen geben. Derzeit würden Details beraten. Die beiden Hilfsprogramme sollen zügig umgesetzt werden.

Ziel sei es, denjenigen Unternehmen zu helfen, die einen bedeutenden Beitrag zur britischen Wirtschaft leisteten, so die Währungshüter in London. Die Hilfen sollen so lange fließen, bis die Kreditklemme – unter der große Teile der Wirtschaft ächzen – überwunden ist, mindestens jedoch 15 Monate.

Die britische Notenbank hat ihren Leitzins im Kampf gegen die schwerste Rezession seit Jahrzehnten bereits auf nahe null Prozent gekappt. Sie kauft zudem unter anderem Staatspapiere an und will damit Milliarden in die angeschlagene Wirtschaft pumpen. Alleine für das Programm zum Kauf von Staatspapieren stehen der Notenbank bis zu 150 Milliarden Pfund zur Verfügung. Finanziert werden die Programme de facto durch die Notenpresse.

Bislang hat die Bank of England für etwa 77 Milliarden Pfund Staatsanleihen gekauft und für 2,1 Milliarden Pfund Commercial Papers. Notenbankgouverneur Mervyn King hat bislang Unternehmensanleihen in einem Volumen von mehr als 700 Millionen Pfund in die Bilanz genommen. Die Wirtschaft auf der britischen Insel ist im Winterhalbjahr so stark geschrumpft wie seit rund 60 Jahren nicht mehr.

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