Rezession ungebrochen
Spaniens Wirtschaft schrumpft siebtes Mal in Folge

Seit sieben Quartalen kann Spaniens Wirtschaft nicht aus der Rezession herauskommen. Die Arbeitslosenquote ist Anfang des Jahres auf einen Rekordwert gestiegen. Besserung ist immer noch nicht im Sicht.
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MadridSpaniens Wirtschaft kommt auch Anfang 2013 nicht aus der Rezession heraus und ist das siebte Quartal in Folge geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt sank zwischen Januar und März wie erwartet um 0,5 Prozent zum Vorquartal, wie das nationale Statistikamt am Dienstag mitteilte. Dies war zwar etwas weniger als das Minus von 0,8 Prozent Ende 2012, aber zugleich der siebte Rückgang seit Sommer 2011. Binnen Jahresfrist schrumpfte die Wirtschaftskraft damit wie erwartet um 2,0 Prozent. Die viertgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone steckt derzeit tief in der Rezession. Etwa 6,2 Millionen Menschen haben keinen Job, die Arbeitslosenquote stieg im ersten Quartal auf den Rekordwert von 27,2 Prozent.

Das Platzen der Blase am Immobilienmarkt stoppte den Wirtschaftsboom des Landes 2007/08 abrupt. Zudem schwächelten die finanziell angeschlagenen Regionen und große Teile der Bankenbranche. Um das verlorene Vertrauen der Finanzmärkte wiederzugewinnen, setzte die Regierung in Madrid auf einen harten Sparkurs, der wiederum die Konjunktur zunächst bremste. Die Regierung hat gerade erst das Ziel um zwei Jahre auf 2016 gestreckt, die Defizitobergrenze von drei Prozent der Wirtschaftsleistung zu erreichen. Das Land rechnet für 2013 mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von 1,3 Prozent, mehr als doppelt so viel wie zuvor erwartet.

Zur Besserung dieser Lage setzt die Regierung nun vor allem auf Impulse für die vielen kleinen und mittleren Unternehmen im Land. Deutschland will Spanien bei der Förderung der Mittelständler helfen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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