Rezession
Venezuelas Wirtschaft schrumpft dramatisch

Die Verstaatlichung zahlt sich nicht aus: Venezuelas Ölwirtschaft zieht das Bruttoinlandsprodukt nach unten. Das Wort „Rezession“ will Präsident Chavez dennoch nicht in den Mund nehmen.
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HB CARACAS. Venezuelas Wirtschaft schrumpft stärker als erwartet. Die Zentralbank des südamerikanischen Landes gab am Dienstag einen Rückgang des BIP im dritten Quartal von 4,5 Prozent bekannt. Im Vergleich zum Vorjahresquartal habe dabei die Öl-Wirtschaft einen Rückgang von 9,5 Prozent verbucht. Damit ist die Wirtschaft Venezuelas in den ersten neuen Monaten des Jahres um 2,2 Prozent geschrumpft.

„Das ist viel, viel schlimmer als wir erwartet hatten“, sagte Asdrubal Oliveros, Direktor der Ecoanalitica-Gruppe. Finanzminister Ali Rodriguez gestand ein, dass seine Regierung das Ziel verfehlen werde, das BIP unverändert zu halten. Für das Gesamtjahr werde ein Rückgang von 2,2 Prozent erwartet, sagte er. Von einer Rezession sprach Rodriguez nicht.

Venezuelas Öl-Exporte sind in diesem Jahr bislang etwa halb so umfangreich wie 2008. Die von Präsident Hugo Chavez angeordneten Verstaatlichungen haben das Interesse von privaten Investoren gedämpft.

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