"Risiken haben sich erhöht"
EZB schraubt Wachstumserwartungen zurück

Angesichts der hohen Ölpreise und des starken Euro hat die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre Wachstumsprognose für die Wirtschaft der Eurozone nach unten geschraubt.

HB FRANKFURT/MAIN. „Die Risiken für die Wirtschaft haben sich erhöht“, sagte EZB-Chefvolkswirt Otmar Issing am Mittwoch in einem Interview der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Die Wirtschaft bewege sich zwar alles in allem noch im Rahmen der bisherigen Einschätzung, wonach das Wachstum 2004 zwischen zwei und 2,5 % liegen werde. „Eine Wachstumsrate von 2,5 % entspricht aber nicht mehr unserer Einschätzung des Potenzials“. Die Rate werde eher am unteren Rand liegen.

Als Grund nannte Issing unter anderem den hohen Ölpreis, der mittelfristig einen abschwächenden Effekt auf das Wachstum haben werde. Auch die Inflationsrate werde von den europäischen Währungshütern „nicht ohne Sorge“ beobachtet: „Die Risiken für die weitere Belebung der Wirtschaft haben sich ebenso wie die Preisrisiken erhöht.“ Von einer Stagnationsgefahr könne aber nicht die Rede sein. Eine Inflationserwartung von etwa 2,2 % sei höher, als die EZB es für wünschenswert halten. „Wir beobachten diese Entwicklung aufmerksam und nicht ohne Sorge.“

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