Rückgang geringer als erwartet
US-Einkaufsmanagerindex überrascht Experten

Im November ist der an den Finanzmärkten stark beachtete Konjunkturindex der US-Einkaufsmanager nicht so stark zurückgegangen, wie erwartet. In der Euro-Zone schreitet die Erholung in der Industrie sogar so zügig voran, wie seit über einem Jahr nicht mehr.

HB NEW YORK. Der US-Index lag bei 58,1 Zählern nach 59,1 Punkten im Vormonat, wie das Institute for Supply Management (ISM) am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem Rückgang auf 57,5 Punkte gerechnet.

Der Index für den Auftragseingang sank den Angaben zufolge auf 59,8 (Vormonat: 61,7). Der Subindex für die Produktion wurde mit 60,6 (62,0) angegeben. Der Teilindex für die Preise fiel auf 74,0 (84,0) Zähler. Die Beschäftigungskomponente erhöhte sich dem ISM zufolge auf 56,6 (55,0), für die Auslieferungen wurden 58,3 (61,7) gemeldet, der Index für die Lagerbestände wies einen Stand von 49,3 (48,1) auf.

Ein Stand des ISM-Index von über 50 signalisiert eine Expansion des Verarbeitenden Gewerbes in den USA, ein Niveau unterhalb dieser Marke weist auf eine Kontraktion hin. Gleichzeitig betonte das ISM, dass ein Indexstand von mehr als 42,8 über einen längeren Zeitraum hinweg noch ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) signalisiert.

Die bisherige Korrelation zwischen dem ISM-Index und der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung lasse angesichts eines durchschnittlichen Indexstand von 55,7 in den Monaten Januar bis November auf eine Zunahme des realen BIP um 4,7 % schließen. Sollte sich der Indexstand des aktuellen Monats als Durchschnittswert für das gesamte laufende Jahr erweisen, sei hingegen mit einem Plus der Wirtschaftsleistung von 5,6 % zu rechnen.

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