Rückgang um 0,6 Prozent Mieses Exportportgeschäft drückt deutsche Wirtschaft

Die deutsche Wirtschaft ist zwischen Oktober und Dezember um 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurückgegangen. Der Hauptgrund dafür war das schwache Exportgeschäft.
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Das Exportgeschäft der deutschen Unternehmen lahmt. Quelle: dpa

Das Exportgeschäft der deutschen Unternehmen lahmt.

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Wiesbaden/BerlinDer weltweite Konjunkturabschwung und die Euro-Krise haben die deutsche Wirtschaft zum Jahresende 2012 in die Knie gezwungen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte im Schlussquartal 2012 preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,6 Prozent gegenüber dem Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden bestätigte. Vor allem der Außenhandel trug zu dem Rückgang bei. Die Exporte gingen um zwei Prozent zurück - und damit wesentlich stärker als die Importe. Zudem investierten die von der Staatsschuldenkrise verunsicherten Unternehmen weniger in Ausrüstungen als im Vorquartal.

Positive Impulse kamen vom privaten und staatlichen Konsum.

Das reichte aber nicht aus um den Rückgang beim Export zu kompensieren. "Die Schwäche der Wirtschaftsleitung im vierten Quartal ist fast allein dem negativen Außenbeitrag geschuldet," sagt Unicredit-Ökonom Alexander Koch.

Auch die Investitionen seien schwächer ausgefallen, nur der Konsum habe positiv zum Bruttoinlandsprodukt beigetragen. Damit werde der moderate, aber stetige Aufwärtstrend beim Konsum bestätigt. "Auch in der Industrie haben wir zum Jahresende die Talsohle erreicht. Die Stimmungsindikatoren sind zuletzt gestiegen, der Einkaufsmanagerindex spiegelt eine höhere Nachfrage wider, das dürfte heute auch der Ifo-Index zeigen."

Der Europa-Chefvolkswirt der Nordea, Holger Sandte, wertet die Zahlen ebenfalls als einmaligen Ausrutscher. "Am Jahresende ist einiges zusammengekommen. Zu den seit mehreren Quartalen schwachen Investitionen haben sich schrumpfende Exporte gesellt. Darin spiegelt sich die Verunsicherung durch die Schuldenkrise wider. Das sind schlechte Zahlen, wenn man in den Rückspiegel schaut, sagte er. Wer aber nach vorne blicke, erkenne einige Hoffnungsschimmer. Die Investitionen würden in diesem Quartal wieder steigen, weil die Euro-Unsicherheit abgeflaut sei. Auch die Weltwirtschaft laufe besser, vor allem die USA und China.

  • dpa
  • rtr
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5 Kommentare zu "Rückgang um 0,6 Prozent: Mieses Exportportgeschäft drückt deutsche Wirtschaft"

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  • Bloß gut, daß wir wenigstens eine sauber aufgestellte Waffenindustrie haben. Dieser Export brummt ja noch, wie man hier ebenfalls lesen kann.

  • Ich schließe mich G_Hornochse an! Zudem ist der reißerische Titel "Mieses Exportgeschäft..." m.E. total übertrieben und zielt auf billige Weise auf "Klicks" ab, hält man sich die tatsächlichen Daten und die Gesamtentwicklung der bundesdeutschen Export- und Binnenwirtschaft im Zeitraum der Krise vor Augen.

  • "weil die Euro-Unsicherheit abgeflaut sei"

    LOOOOOOOOL ....niemand hat vor eine MAuer zu errichten :D

  • Das Bild zum Artikel passt sehr gut zur tatsächlich aktuellen Lage der deutschen Maschinenbauer (Autoindustrie). Diese Sparte hat im letzten Jahr hauptsächlich auf Halde produziert und so die Absatzzahlen künstlich aufgebläht. Schaut man sich den Target2 Salo einmal etwas genauer an, dann sieht man schnell wo dieses Multimilliardenloch der BUBA versickert ist. Aber hier in den Schreibstuben des Regierungstreuen HB bringt man seit 2 Jahren den Exportweltmeister Deutschland zu Papier.

  • " Wer aber nach vorne blicke, erkenne einige Hoffnungsschimmer. Die Investitionen würden in diesem Quartal wieder steigen, weil die Euro-Unsicherheit abgeflaut sei. Auch die Weltwirtschaft laufe besser, vor allem die USA und China. "

    Wie kann ein Wirtschaftsblatt solch einen Unfug unkommentiert lassen ? Auch die Zeitungskrise wird sich weiter verschärfen.

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