Rückschlag für die Konjunktur
Einkaufsmanagerindex überraschend stark gefallen

Schlechte Nachrichten aus der deutschen Industrie: Die Produktion ist stark zurückgegangen, der Einkaufsmanagerindex ist im März stark gefallen. Ökonomen hat die Entwicklung überrascht.
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FrankfurtDer Einkaufsmanagerindex für die Deutsche Industrie ist im März überraschend auf 48,9 gefallen, nachdem er im Februar noch bei 50,3 gelegen hatte. Für den Dienstleistungsbereich ergab sich ein Rückgang auf 51,6 von 54,7. Ein Stand unter 50 deutet eine Kontraktion an.

Die Indizes blieben damit auch hinter den Erwartungen von Volkswirten zurück, die nach Umfragen von Bloomberg mit 50,5 bis 55,0 gerechnet hatten.

“Der Rückgang der Dynamik der Industrieproduktion war der Größte, seit der Einkaufsmanagerindex Mitte 2011 eine deutliche Verlangsamung angezeigt hatte”, schrieb Tim Moore, Volkswirt des Marktforschungsunternehmens Markit Economics, in dem Bericht zu den Daten.

"In der Industrie wirkte sich vor allem die rückläufige Exportnachfrage seitens der Länder Südeuropas und der Lagerabbau bei einigen Kunden negativ aus, während die Nachfrage nach Industrie-Erzeugnissen 'Made in Germany' aus Asien und Nordamerika anzog", hieß es.

“Die deutschen Werte sind vor dem Hintergrund der verbesserten ZEW-Umfrage sehr unbefriedigend”, stellte Volkswirt Ulrich Wortberg von der Helaba in einem Kommentar zu den Indizes fest. “Die Vorgaben für den morgigen ifo- Geschäftsklimaindex sind uneinheitlich. Überraschungen auf der Oberseite wird es wohl nicht geben.”

Die Bundesbank geht davon aus, dass die deutsche Wirtschaft im laufenden Quartal expandieren wird, nachdem sie in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres um 0,6 Prozent geschrumpft war. Die politischen Unwägbarkeiten in Italien und die Gefahr eines Sturms auf Banken in Zypern gefährden aber weiterhin die wirtschaftliche Erholung in der Eurozone, dem größten Exportmarkt Deutschlands.

Die Zypern-Krise dürfte für Verunsicherung sorgen und die Investitionsbereitschaft bremsen. Viele Unternehmen kalkulieren nur mit einer moderaten Erholung. "Kunden disponieren weiterhin sehr vorsichtig", sagte etwa der Chef des Chemiekonzerns Lanxess, Axel Heitmann. Auch der Bahntechnikkonzern Vossloh spürt die Zurückhaltung in den Märkten - vor allem in den Euro-Krisenstaaten.

"Während bei vielen Marktteilnehmern - inklusive der EZB - die Hoffnung aufgekeimt sein mag, die Euro-Zone stabilisiere sich im zweiten Quartal, breiten sich nun wieder Krisenängste aus", sagte Markit-Chefökonom Chris Williamson.

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  • Nomen est Omen G_Hornochse!
    Ein bißchen mehr Info über ZEW und Ifo z.B. täte gut, sonst käme eine solche Folgerung mit "Mutti und so" nicht auf!

  • Diesen EXPERTEN zu glauben, ist schon etwas blauäugig, denn sie wurden alle bei ebay geschult.

    Wer am meisten zahlt, bekommt den Zuschlag.

    +++++++++++++++++++++++
    "Traue keiner Statistik, die Du nicht selber gefälscht hast" ist ein Zitat, welches in kaum einem Artikel oder Buch über Statistik fehlt. Es kommt auch in der Form "Ich traue, keiner Statistik, die ich nicht selbst gefälscht habe" vor. Meistens wird dieser Ausspruch Winston Churchill zugesprochen. Mit großer Wahrscheinlichkeit stammt er jedoch nicht von dem ehemaligen britischen Premierminister Sir Winston Churchill.

  • Die Meldung ist entweder falsch oder ganz bewußt als Lüge eingestellt worden! Jeden Tag hören und lesen wir, wie gut doch alles läuft und das man nur noch von positiven Daten überrollt wird, die eine alternativlose Anlage in Aktien notwendig machen. Die prognostizierte Rendite in diesem Asset ist doch gar nicht zu schlagen, wenn man die "0" Prozent Renditen im Rentenbereich für die nächsten 10 Jahre hochrechnet! Da will doch wohl nicht jemand die schöne Party vorzeitig verlassen und haut uns hier die Taschen voll!!! Ich sehe in Europa nur ein einziges Problem. Das ist der EURO und alles was da dran hängt!

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