„Sachgemäße Einmischung der öffentlichen Hand“
IWF fordert Steuergelder zur Eindämmung der Kreditkrise

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat sich für den Einsatz von Steuergeldern ausgesprochen, um der Subprime-Krise entgegenzuwirken. Die Empfehlung dürfe aber nicht als Aufforderung verstanden werden, einzelne Banken mit Steuermitteln zu unterstützen.

HB WASHINGTON. „Zum Schutz des Finanzsystems müssen alle Optionen auf den Tisch - auch die eventuelle Nutzung von Steuergeldern“, sagte der Vize-Direktor des IWF, John Lipsky, in einer Rede vor Wirtschaftsexperten am Mittwoch in Washington.

Er rate zwar nicht dazu, einzelnen Banken mit Steuergeldern gezielt unter die Arme zu greifen. Allerdings spreche er sich klar für eine sachgemäße Einmischung der öffentlichen Hand aus, wenn die Möglichkeiten des Marktes ausgeschöpft seien. „Derzeit gibt es kaum Zweifel daran, dass die Risiken für eine Ausweitung der Kreditmarktkrise steigen“, sagte Lipsky. Deshalb seien maßgebliche politische Schritte erforderlich, um das weltweite Finanzsystem und die Wirtschaft wieder auf eine festere Basis zu stellen. Maßnahmen der Geldpolitik allein würden dabei möglicherweise nicht ausreichen.

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