Schattenrat besteht aus 18 führenden Ökonomen aus Banken, Hochschulen und Forschungsinstituten
Ökonomen sprechen sich für Zinssenkung aus

Viele namhafte Ökonomen treten für eine weitere Leitzinssenkung der EZB ein.

HB FRANKFURT. Dies berichtet das Handelsblatt vorab aus seiner Montagsausgabe. "Die weltwirtschaftliche Dynamik, von der Europa bisher nur unterdurchschnittlich profitiert hat, nimmt derzeit nicht mehr weiter zu", begründete John Llewellyn, Chefvolkswirt der Londoner Investmentbank Lehman Brothers, sein Votum für eine Zinssenkung. "Die Wirtschaft des Euroraums lahmt nach wie vor und ein richtiger Aufschwung ist noch nicht absehbar", sagte der Chefvolkswirt der Hypo-Vereinsbank, Martin Hüfner, der der EZB empfahl, den Leitzins von 2,0 auf 1,5% zu senken.

Der Leiter der Umfragen-Abteilung des Münchner Wirtschaftsforschungsinstituts Ifo, Gernot Nerb, verwies vor allem darauf, dass laut des Ifo-Geschäftsklimaindex die Geschäftserwartungen der deutschen Unternehmen für die nächsten sechs Monate bescheiden seien. Auf der anderen Seite sehen jedoch auch viele Ökonomen durch die Abschwächung des Eurokurses die Notwendigkeit für eine geldpolitische Lockerung beseitigt oder sogar eine Zinserhöhung angezeigt. "Die Konjunktur erholt sich zusehends, der Euro ist schwächer geworden und es ist zu viel Liquidität im Umlauf", sagte der Europa-Chefvolkswirt der Investmentbank Morgan Stanley, Joachim Fels. Deshalb legt er der EZB eine Zinserhöhung nahe. Die genannten Ökonomen sind Mitglieder im EZB-Schattenrat.

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