Schuldenpolitik
Barroso setzt Arbeitsgruppe zu Eurobonds ein

Im Auftrag der EU-Kommission untersucht eine Brüsseler Arbeitsgruppe die Vor- und Nachteile der umstrittenen Eurobonds. Die Gruppe soll nun alle Auswirkungen von gemeinschaftlicher Schuldenausgabe prüfen.
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Brüssel/ StraßbourgEine hochrangige Brüsseler Arbeitsgruppe untersucht im Auftrag der EU-Kommission Vor- und Nachteile der umstrittenen Eurobonds. Vorsitzende sei die Österreicherin Gertrude Tumpel-Gugerell, die früher im Direktorium der Europäischen Zentralbank saß, kündigte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso am Dienstag im Straßburger Europaparlament an. Unter den zehn weiteren Mitgliedern ist auch die ehemalige deutsche Wirtschaftsweise Beatrice Weder Di Mauro.

Barroso sprach von Eurobills, das sind kurzfristige Anleihen des Euroraums. Bisher gibt es keine gemeinsame Schuldenpolitik im Euroraum - das diskutierte Vorhaben ist höchst umstritten und wird von Deutschland bisher strikt abgelehnt.

Die Arbeitsgruppe soll alle Auswirkungen von gemeinschaftlicher Schuldenausgabe prüfen, dabei geht es laut Barroso um Eurobills und einen Tilgungsfonds. Nach bisher in Brüssel kursierenden Reformvorschlägen geht dabei um die Überführung von bestimmten Staatsschulden in einen Tilgungsfonds für Altlasten.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Schuldenpolitik: Barroso setzt Arbeitsgruppe zu Eurobonds ein"

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  • Nach der Wahl:

    ich sage nur, Eurobonds alternativlos.

    die Party kann dann prima noch ein paar schöne Jahre weitergehen.

    Mutti geht danach in ihrem verdienten Ruhestand und alle sind glücklich.

  • Sorry, aber wenn ein Hauptzahler strikt dagegen ist, muss man doch eigentlich nichts untersuchen oder?
    Es sei denn, man ist sich des (positiven) Ergebnisses und dem Umfallen des Hauptzahlers sicher oder man ist sich des negativen Ergebnisses sicher und will die potentiellen Profiteure eine Zeit ruhigstellen.
    Ich befürchte leider die erste Variante

  • So ähnlich wird es laufen.

    Man hat ja Weidmann gesehen, wie der "eingebeugt" wurde.

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