Schwache Nachfrage
Industrie sammelt weniger Aufträge ein

Wegen der sinkenden Auslandsnachfrage hat die deutsche Industrie im April den fünften Monat in Folge weniger Aufträge erhalten. Gegen den Abwärtstrend stemmten sich allein die Konsumgüterhersteller.

HB BERLIN. Bei den Unternehmen wurde preis- und saisonbereinigt 1,8 Prozent weniger bestellt als im Vormonat, wie das Wirtschaftsministerium am Donnerstag mitteilte.

Volkswirte hatten mit einem Plus von 0,5 Prozent gerechnet. "Der Rückgang der Auftragseingänge resultierte allein aus einer schwächeren Auslandsnachfrage", hieß es. Sie ging um 3,8 Prozent zurück, wobei die Bestellungen aus den Euro-Ländern besonders stark nachließen. Aus Deutschland kamen dagegen 0,3 Prozent mehr Aufträge herein.

Innerhalb der Industriesparten verzeichneten die Hersteller von Vorleistungsgütern mit 3,3 Prozent den deutlichsten Rückgang. Die Produzenten von Maschinen, Fahrzeugen und anderen Investitionsgütern meldeten ein Minus von 1,3 Prozent. Gegen den Abwärtstrend stemmten sich die Konsumgüterhersteller. Sie zogen 1,2 Prozent mehr Aufträge an Land.

Der Auftragseingang ist neben der Produktion der wichtigste realwirtschaftliche Konjunkturindikator. Wegen Großaufträgen, die auch diesmal leicht überdurchschnittlich ausfielen, kann er allerdings von Monat zu Monat stark schwanken.

Im stabileren Zwei-Monats-Vergleich März/April zu Januar/Februar sanken die Aufträge um 1,7 Prozent. Das Volumen lag aber immer noch um 4,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

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