Schwäche des Immobilienmarktes
US-Wirtschaft verliert noch stärker an Fahrt

Die US-Wirtschaft ist im dritten Quartal etwas schwächer gewachsen als zunächst gedacht. Hauptgrund ist die Schwäche des Immobilienmarktes.

HB WASHINGTON. Das Handelsministerium revidierte den Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts auf 2,0 Prozent von 2,2 Prozent nach unten. Die Wirtschaft hat damit im Jahresverlauf spürbar an Fahrt verloren.

Im Vorquartal lag die Rate noch bei 2,6 Prozent und zu Jahresbeginn bei 5,6 Prozent. Hauptgrund hierfür ist die Schwäche des Immobilienmarktes nach mehreren Wachstumsjahren. Im dritten Vierteljahr sanken die Ausgaben für neue Häuser nach den endgültigen Berechnungen des Ministeriums um 18,7 Prozent und damit so stark wie seit mehr als 15 Jahren nicht mehr. Die Bauausgaben sind damit das vierte Quartal in Folge rückläufig gewesen.

Mit Blick auf das kommende Jahr sind Volkswirte uneins, ob sich der allmähliche Abschwung der weltgrößten Volkswirtschaft fortsetzt. Einige Experten prognostizieren, dass die Konjunktur dank solider Firmengewinne und Investitionen wieder an Fahrt gewinnt. Die Investitionsausgaben legten im dritten Quartal um zehn Prozent zu - das ist mehr als doppelt so stark wie im Vorquartal.

Bei der Inflation ergab sich im vergangenen Vierteljahr ein gemischtes Bild: Die Preise legten in der Kernrate - also ohne Energie und Nahrungsmittel - nur noch um 2,2 Prozent zu nach 2,7 Prozent zuvor. Im Jahresvergleich ergab sich aber eine Rate von 2,4 Prozent. Dies ist der höchste Wert seit elf Jahren. Die US-Notenbank, die die Leitzinsen seit Jahresmitte konstant hält, hat signalisiert, die Entwicklung der Inflation genau zu beobachten.

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