Schwächeres Wachstum
Inflation in China gefallen

Die Inflation in China ist auf den niedrigsten Stand seit 29 Monaten gefallen. Das gibt der Regierung neuen Raum für Konjunkturmaßnahmen. Auch andere Indikatoren deuten auf eine Abkühlung des Wirtschaftsklimas.
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PekingDie Inflation ist in China weiter gefallen. Der Rückgang auf den niedrigsten Stand seit 29 Monaten gibt der Regierung neuen Raum zur Ankurbelung der Konjunktur. Der Index für die Verbraucherpreise stieg im Juni nur noch um 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie das Statistikamt in Peking berichtete. Als weiteres Zeichen für einen Rückgang der Nachfrage in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt fielen die Erzeugerpreise um 2,1 Prozent. Nach Angaben der Staatsmedien rief Regierungschef Wen Jiabao angesichts des schwächeren Wirtschaftswachstums zu einer „aggressiveren“ Feinabstimmung in der Geldpolitik auf.

Schlechte Konjunkturindikatoren gab es auch von Chinas Statistikbehörde: Der Einkaufsmanagerindex fiel im Juni auf den niedrigsten Stand seit Dezember 2011, wie die Statistikbehörde der Volksrepublik und Chinas Verband für Logistik und Einkauf mitteilte. Der Index fiel auf einen Wert von 50,2. Im Mai lag er noch bei 50,4. Experten hatten mit einem noch stärkeren Rückgang gerechnet. Der Indikator signalisiert damit noch eine leichte Expansion der chinesischen Wirtschaft. Indexstände von mehr als 50 Punkten signalisieren eine wirtschaftliche Belebung, während Werte darunter auf einen Rückgang hinweisen.

Zudem könnte Chinas Handel nach Einschätzung der Pekinger Regierung in diesem Jahr hinter seinem Wachstumsziel von zehn Prozent zurückbleiben. Die Auswirkungen externer Faktoren seien nicht zu unterschätzen, sagte Vize-Ministerpräsident Wang Quishan einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua vom Donnerstagabend zufolge.

China importiere mehr High-Tech-Produkte, Bauteile, Energie und Konsumgüter, während kleinere Exporteure mit Kreditengpässen zu kämpfen hätten. Analysten sagen China für Juni ein Exportplus von 9,9 Prozent und einen Zuwachs der Importe von 12,7 Prozent voraus. Die Zahlen sollen am kommenden Dienstag vorgelegt werden.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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