„Schwere Rezession“ OECD warnt Euro-Zone vor Teufelskreis

Die schwache Konjunktur und das wacklige Finanzsystems drücken die Euro-Zone in einen Teufelskreis - und eine womöglich schwere Rezession, argumentiert die OECD. Daher empfehlen die Ökonomen drastische Maßnahmen.
Update: 22.05.2012 - 11:53 Uhr 30 Kommentare

"Geuro" für Griechenland

ParisDie Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sieht das Risiko einer "schweren Rezession" in der Eurozone. Der Euro-Zone drohe ein wirtschaftlicher Rückgang von zwei Prozent, erklärte der OECD-Chefökonom Pier Carlo Padoan. Der nötige Reformprozess habe zwar begonnen, werde aber durch maues Wirtschaftswachstum gebremst, teilte die Organisation am Dienstag in ihrem halbjährlichen Wirtschaftsausblick mit.

Padoan warnte: "Vor diesem Hintergrund wächst die Gefahr eines Teufelskreises, der durch eine hohe und nicht abnehmende Verschuldung, ein schwaches Bankensystem, eine zu starke fiskalische Straffung und ein niedrigeres Wachstum in Gang gesetzt werden könnte." Die Staatsschuldenkrise sei noch nicht gebannt. "Sie stellt nach wie vor den größten Risikofaktor für die Weltwirtschaft dar."

Jüngste Wahlen in Ländern wie Griechenland und Frankreich zeigten eine zunehmende Reformmüdigkeit im Währungsraum. Deshalb müssten Anstrengungen zur Konsolidierung der öffentlichen Haushalte und Strukturreformen Hand in Hand gehen, "damit dieser Prozess so wachstumsfreundlich wie möglich ist". Das Tempo der Konsolidierung könnte in einigen Länder allerdings gedrosselt werden. Dies gelte vor allem für den Fall, wenn die Wirtschaft in diesen Staaten nicht auf die Beine komme.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Wachstumpakt soll Weg zu Euro-Bonds ebnen
Seite 1234Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: „Schwere Rezession“ - OECD warnt Euro-Zone vor Teufelskreis

30 Kommentare zu "„Schwere Rezession“: OECD warnt Euro-Zone vor Teufelskreis"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Euro-Bonds gehen auch nur solange gut, bis den Sozialisten das Geld anderer Leute ausgeht. Thatcher hat das mal sehr treffend definiert.

  • Leider tut die Politik alles, um uns Deutsche klein zu halten. Geschichte wird von den Siegern geschrieben. Aber in keinem anderen Land der Welt wird eine solche Sippenhaft verlangt.

  • ...und trotzdem schafft es Schäuble nicht, keine Neuverschuldung zu machen. Denn unser Geld fließt in die EU, bleibt im Target 2 hängen und der deutsche Steuerzahler fragt sich langsam, wofür er noch arbeitet.

    Schauen Sie mal, wie es in der Schweiz aussieht:

    http://bazonline.ch/schweiz/standard/Diese-Schweizer-arbeiten-am-laengsten-fuer-den-Staat/story/30287650

  • @Optimist
    Sie sind Opfer der Volksverdummung von Planwirtschaftweisen à la Bofinger. Herzlichen Glückwunsch!

  • @Matthes
    Nun, so einfach ist es auch wieder nicht. Wenn man den €-Raum als ganzes betrachtet, dann ist die Lage besser als in den USA oder in Großbritannien. Geld hat keiner mehr, aber die anderen haben noch mehr, nämlich Schulden.
    GR trägt 2 % zur Wirtschaftsleistung Europas bei. So, what?
    Der Krampf entsteht, weil man den Griechen nicht erlaubt, das richtige zu tun, nämlich abzuwerten. In den letzten zwei Jahren ist die griechische Staatsschuld um 50% gewachsen. Noch Fragen? Nein? Dann bitte anschnallen!
    Die Frage ist doch nur, wer (EU, USA, UK, Japan) als erster über die Klinge springt. Und die anderen setzen alles daran, daß es die EU ist, die sich nicht wehren kann, weil sie ein bunter, uneiniger Haufen ist.

  • Ein Teufelskreis? Eine Teufelskreis ist die Veschuldungsspirale der EU, die immer nur nach neuem Geld und damit neuen Schulden trachtet. Aber die EU findet immer wieder ein Sprachrohr. Wo soll das den enden? Das kann doch nur einen Crash für die gasamte EU bedeuten. Will man nicht endlich umsteuern?

  • Das stimmt schon der Ami versucht wie ja blöd aus der Euro-Krise Geld zu schlagen, siehe JP Morgan und MF Global. Schauen sie doch morgen mal in den untenstehenden Link da können sie dann so einiges lernen z.B. wie PricewaterhouseCoopers (PwC) den Amis hilft die Eurostaaten abzuzocken.

    http://www.pbs.org/wgbh/pages/frontline/mf-global-six-billion-dollar-bet/

  • Die Krise ist nicht lösbar, mit gefangen mit gehangen.Europa blutet aus-der Ami macht das Beste draus!So sieht das doch aus,näh!

  • was haben kleinere Firmen mit dem EURO zu tun? Mein Installateur liefert nicht ins Ausland. Und wohl ganz vergessen: Importe (Öl, Benzin) werden billiger!

  • Im rat sitzen die Vertreter der Mitgliedsstaaten, der Generalsekretär ist ein Italiener, kein Wunder, dass man genau das fordert, was die sozialistische Internationale schon lange tut: EUROBONDS. Gute Nacht, Europa.

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%