September-Daten
Deutsche Industrie erhält deutlich weniger Aufträge

Die deutsche Industrie musste im September einen überraschend starken Auftragsrückgang hinnehmen. Nach den Daten der Deutschen Bundesbank ist es der stärkste Rückgang seit August 2005.

HB BERLIN. Die Unternehmen verzeichneten saison- und preisbereinigt 2,5 Prozent weniger Orders als im August, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Montag mitteilte. Aus dem Ausland kamen 6,2 Prozent weniger Aufträge, aus dem Inland dagegen 1,5 Prozent mehr. Analysten hatten im Schnitt nur einen Rückgang von 0,8 Prozent erwartet.

„Der aktuelle Rückgang der Bestelltätigkeit ist maßgeblich auf die Abschwächung der erfahrungsgemäß stärker schwankenden Auslandsnachfrage nach Investitionsgütern zurückzuführen“, erklärte das Ministerium. Vor allem die Hersteller von Investitionsgütern meldeten ein kräftiges Minus der Bestelltätigkeit von 5,0 Prozent zum Vormonat. Das Ordervolumen bei den Konsumgüterproduzenten schwächte sich um 0,5 Prozent ab, während Vorleistungsgüterhersteller einen Zuwachs um 0,4 Prozent verzeichnen konnten.

Der Auftragseingang ist neben der Produktion der wichtigste realwirtschaftliche Konjunkturindikator. Wegen Großaufträgen kann er allerdings von Monat zu Monat stark schwanken. Im stabileren Zweimonatsvergleich September/August zu Juli/Juni stieg der Auftragseingang um 3,4 Prozent.

„Die Nachfrage nach industriellen Erzeugnissen bleibt trotz Abschwächung am aktuellen Rand in der Tendenz weiter ausgesprochen lebhaft“, erklärte das Ministerium. Damit blieben die Aussichten für die Industriekonjunktur in den kommenden Monaten weiter günstig.

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