Signal für steigende US-Investitionen
Kräftiges Auftragsplus bei US-Gebrauchsgütern

Großaufträge für den Flugzeugbauer Boeing haben die Auftragseingänge für langlebige Güter der US-Industrie im Juli deutlich wachsen lassen. Nach Angaben des US-Handelsministeriums stiegen sie insgesamt um 1,7 Prozent gegenüber dem Vormonat – so stark wie seit März nicht mehr.

ari/HB DÜSSELDORF. Großaufträge für den Flugzeugbauer Boeing haben die Auftragseingänge für langlebige Güter der US-Industrie im Juli deutlich wachsen lassen. Nach Angaben des US-Handelsministeriums von gestern stiegen sie insgesamt um 1,7 Prozent gegenüber dem Vormonat – so stark wie seit März nicht mehr. Bankvolkswirte hatten ein Prozent Plus erwartet. Gleichzeitig wurde der Anstieg für Juni leicht auf 1,1 Prozent nach oben revidiert.

Allerdings hat sich der Wert der Bestellungen für zivile Flugzeuge mehr als verdoppelt. Boeing buchte nach Bloomberg-Angaben im Juli Orders für 75 Flugzeuge. Außerdem zog die Nachfrage nach Agrargeräten wie Traktoren an. Rechnet man die Aufträge für Transportgüter (plus 5,6 Prozent) heraus, stiegen die Auftragseingänge für Güter mit einer Nutzungsdauer von mehr als drei Jahren im Juli nur um 0,1 Prozent. Doch auch dies werteten Volkswirte gestern nicht negativ, da die Vergleichsgröße in den drei Monaten davor jeweils gesunken war. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass die stark schwankenden Order für Rüstungsgüter zuletzt kräftig zurückgingen.

Während erneut weniger Computer geordert wurden, legte die Nachfrage nach elektronischen Ausrüstungen auch mit Blick auf das neue Schuljahr und nach Maschinen deutlich zu. Die Ökonomen der Commerzbank werten dies als positives Signal für einen nachhaltigen Aufschwung in der US-Wirtschaft. Für die Ausrüstungsinvestitionen in der Berechnung des Bruttoinlandsprodukts werden die Auslieferungen ziviler Investitionsgüter ohne Flugzeuge herangezogen. Sie stiegen den Angaben zufolge im Juni um 2,5 und im Juli um 1,4 Prozent. Nach einer Schätzung der Deutschen Bank- Ökonomen könnten die Investitionen damit im dritten Quartal ähnlich stark zunehmen wie im Durchschnitt des ersten Halbjahres. Ein Motiv dabei dürften indes auch Steuererleichterungen für Investitionen sein, die Ende des Jahres auslaufen.

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