Situation hat sich gegenüber Vorjahren verbessert
Bundesbank bescheinigt deutschem Finanzsystem Robustheit

Die Bundesbank hat dem deutschen Finanzsystem eine „mehr als befriedigende Robustheit“ bescheinigt. „Die Stabilität hat sich im Laufe des Jahres weiter gefestigt“, erklärte Bundesbankpräsident Axel Weber am Donnerstag in Frankfurt am Main.

HB FRANFURT. Dazu hätten vor allem die Ertragssteigerungen deutscher Banken beigetragen. Das robuste Wachstum der Weltwirtschaft, moderate Inflationsraten sowie die günstigen Finanzierungsbedingungen an den Finanzmärkten hätten die Lage ebenfalls verbessert. Die Unternehmen hätten Fortschritte bei ihren Bilanzanpassungen gemacht.

„Das Finanzsystem muss seine zentralen Funktionen in einer Volkswirtschaft gut erfüllen, und zwar auch in Stresssituationen und strukturellen Umbruchphasen“, sagte Bundesbank-Präsident Axel Weber. Insgesamt habe sich die Risikolage im Bankensystem - vor allem im Vergleich zur Situation in den Jahren 2001 und 2002 - deutlich entspannt. Das Fundament dazu hätten die Banken durch den Abbau von Risiken in den Kreditportfolios, die Bereinigung der Bilanzen und eine konservative Strategie bei der Risikovorsorge in den vergangenen Jahren gelegt. Die hartnäckige Schwäche der Binnenkonjunktur setze einer Steigerung der Erlöse aber Grenzen.

Die deutschen Versicherungsunternehmen haben laut Bundesbank ihre Finanzkraft inzwischen gestärkt. Nachdem sie Mitte der 90er Jahre wegen der geringen Renditen Anlageverluste hinnehmen mussten, seien diese nun weitgehend verarbeitet.

Risiken für den Erholungsprozess im deutschen Finanzsystem sieht die Bundesbank vor allem in einer Abkühlung der Weltwirtschaft und im hohen Ölpreis. Binnenwirtschaftlich stellten der schwache Konsum und die geringe Investitionsbereitschaft der Unternehmen eine Gefahr für das deutsche Finanzsystem dar. Daraus resultiere eine anhaltend schwache Kreditnachfrage insbesondere beim Firmenkredit.

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