Sitzungsprotokoll
Fed: Weitere Straffungen könnten nötig werden

Die US-Notenbank sieht größere Risiken für Wachstum und Inflation. Eine weitere Stärkung der Fed-Zinspolitik könne nötig sein, hieß es bei der Veröffentlichung des Protokolls der letzten Sitzung.

HB WASHINGTON. Der Offenmarktausschuss der Notenbank (FOMC) sei sich bei seiner Sitzung am 20. und 21. März sich einig gewesen, dass eine weitere Stärkung der Fed-Zinspolitik nötig sein könnte, um die Inflation niedrig zu halten. „Die Abwärtsrisiken für das Wachstum haben sich seit Januar erhöht und die jüngsten Daten lassen Zweifel über den erwarteten Abwärtstrend bei der Kerninflation aufkommen.“ Wegen der erhöhten Unsicherheiten über die Wirtschaftslage wurde jedoch entschieden, Zinserhöhungen nicht als einzige Alternative zu erwähnen, geht aus dem Sitzungsprotokoll hervor.

An den Finanzmärkten wurden die Aussagen so interpretiert, dass die Fed weitere Zinsanhebungen in Erwägung ziehen könnte.

»  Wie die Märkte auf das Protokoll reagieren

Die US-Zentralbank hatte am 21. März ihre „Zinspause“ verlängert und zum sechsten Mal in Folge das Zinsniveau unverändert gelassen. Somit verharrte der wichtigste Zins in den USA bei 5,25 Prozent. Allerdings änderten die Notenbanker ihre Wortwahl. Während zuvor immer von möglichen „Zinserhöhungen“ die Rede war, wurde nun von „Zinsanpassungen“ in der Zukunft gesprochen.

US-Notenbankchef Ben Bernanke warnte in einer Rede zudem vor einer zu starken Regulierung der Hedgefonds-Industrie. "Da Hedgefonds mit sehr fortgeschrittenen Geschäftspartnern und Investoren arbeiten und keine Ansprüche an das bundesstaatliche Sicherheitsnetz besitzen, ist eine geringe Regulierung größtenteils gerechtfertigt", sagte der oberste US-Währungshüter. Eine "hybride Mischung" aus direkter Regulierung und eine "große Portion" an Marktdisziplin sollte die besten Resultate für das Bankensystem liefern.

Allerdings räumte Bernanke ein, dass allein Marktdisziplin weder Verluste noch das komplette Scheitern von Hedgefonds verhindern könne - "aber das sollte sie auch gar nicht". Das schnelle Wachstum der Hedgefonds sei eines der wichtigsten Entwicklungen an den US-Finanzmärkten in den vergangenen zehn Jahren gewesen, hob der Geldpolitiker hervor.

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