Sogar Konsumgüterhersteller dürfen sich freuen
Industrie im April mit deutlichem Auftragsplus

Vor allem wegen starker Nachfrage aus dem Ausland hat die deutsche Industrie im April deutlich mehr Aufträge erhalten als erwartet. Von März auf April sei der Auftragseingang saisonbereinigt um 2,5 Prozent gestiegen, teilte das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) am Freitag in Berlin mit.

HB BERLIN. Dies war der stärkste monatliche Anstieg seit Juni 2003. Die Bestellungen aus dem Inland hätten dabei um 1,2 % zugelegt, die Nachfrage aus dem Ausland sogar um 3,8 %. „Dabei spielten Großaufträge eine geringere Rolle als sonst in diesem Monat üblich“, hieß es. Den stärksten Orderzuwachs mit 6,8 % verbuchten die zuletzt arg gebeutelten Hersteller von Konsumgütern.

Volkswirte hatten im Schnitt nur mit einem Anstieg im Monatsvergleich um 0,8 % gerechnet, nachdem der Auftragseingang im März überraschend um 0,3 % gesunken war.

Das Auftragsvolumen lag auf Basis von Bundesbank-Daten um 7,4 % über dem Niveau vom April 2003. Der Auftragseingang in der Industrie ist ein wichtiger Frühindikator für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland, kann aber wegen Großaufträgen stark schwanken. Im weniger schwankungsanfälligen Zwei-Monats-Vergleich März/April zu Januar/Februar nahm das Auftragsvolumen um 1,3 % zu.

Die gesamten Bestellungen aus dem Inland- und Ausland im April stiegen bei den Herstellern von Investitionsgütern um 0,8 % zum Vormonat. Produzenten von Vorleistungsgütern erhielten 3,4 % mehr Aufträge, dabei allein 6,2 % mehr aus dem Ausland. Von einem deutlichen Plus der Bestellungen aus dem Ausland profitierten auch die Konsumgüterproduzenten, die von dort 12,8 % mehr Aufträge erhielten. Aus dem Inland nahmen die Bestellungen um 3,4 % zu. Die westdeutsche Industrie erhielt insgesamt im April 2,6 % mehr Aufträge, die ostdeutsche Industrie 1,7 % mehr.

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