Sorge über Immobilienkrise
US-Frühindikatoren wie erwartet, Arbeitsmarkt-Daten schwach

Vonseiten der US-Frühindikatoren gibt es keine Anzeichen für einen starken konjunkturellen Rückschlag in den USA. Andererseits können Inflationsgefahren noch nicht ad acta gelegt werden. Zur Sorge über die Immobilienkrise tragen indes schwache Daten vom Arbeitsmarkt bei.

HB WASHINGTON. Der Index der Frühindikatoren für die Entwicklung der US-Wirtschaft ist im September um 0,3% auf einen Stand von 137,9 gestiegen, was der Erwartung von Volkswirten genau entsprach. Der Rückgang vom Vormonat wurde auf 0,8% (vorläufig: minus 0,6%) revidiert.

Wie der Conference Board weiter berichtete, erhöhte sich der Index der gleichlaufenden Indikatoren um 0,2% (Vormonat: plus 0,1%) auf 125,0; der Index der nachlaufenden Indikatoren stieg um 0,5% (plus 0,3%) auf 129,9.

Das Institut teilte mit, dass sieben der insgesamt zehn Komponenten, die den Frühindikator bilden, im September einen Anstieg aufgewiesen haben. Der größte positive Einfluss sei von den Verkaufsumsätzen gekommen, gefolgt von Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe, Aktienkursen, Ordereingängen für zivile Investitionsgüter, Geldmenge, Auftragseingängen für Verbrauchsgüter und den Konsumentenerwartungen.

Zwei Komponenten lieferten negative Beiträge, wobei die Baugenehmigungen den größten negativen Effekt hatten, gefolgt von den Zinsspreads. Der Indikator für die Wochenarbeitszeit verhielt sich neutral.

Schwache Daten vom Arbeitsmarkt

Zur Sorge über die Immobilienkrise trugen indes schwache Daten vom Arbeitsmarkt bei: Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe kletterte in der vergangenen Woche unerwartet deutlich auf 337 000. Angesichts der starken Zunahme sagten Beobachter, dass die Rezession auf dem Markt für Wohnimmobilien und die Unsicherheit über das künftige Wirtschaftswachstum nun offenbar auf den Arbeitsmarkt durchschlägt.

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