Sorge um Wettbewerbsnachteile
Starker Euro bremst europäische Exporte

Die Kursgewinne des Euro und die schwache Weltkonjunktur haben die Exporte der Euro-Zone im ersten Halbjahr belastet und so den Handelsbilanzüberschuss halbiert.

Reuters BRÜSSEL. Die Ausfuhren seien in den ersten sechs Monaten zum Vorjahr um vier Prozent gesunken, während die Importe stagnierten, teilte das Europäische Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Brüssel mit. Der Überschuss in der Handelsbilanz halbierte sich damit auf 20 Mrd. € von 40,8 Mrd. € im Vorjahreszeitraum.

Ein ähnlicher Trend zeigt sich auch im Monat Juni. In diesem Zeitraum sanken die Exporte im Jahresvergleich um fünf Prozent, während auch hier die Importe praktisch unverändert blieben. Der Überschuss in der Handelsbilanz ging damit um rund die Hälfte auf 5,4 Mrd. € zurück.

Die Euro-Kursgewinne im Frühjahr auf ein Rekordniveau knapp unter 1,20 Dollar hatten bei den europäischen Exporteuren Sorgen vor massiven Wettbewerbsnachteilen aufkommen lassen. Verliert der Dollar zum Euro an Wert, können US-Exporteure ihre Waren im internationalen Handel billiger anbieten, ohne Margeneinbußen hinnehmen zu müssen. Seit einigen Wochen hat der Euro aber wieder nachgegeben und war am Dienstag auf ein Dreieinhalb-Monatstief deutlich unter 1,11 Dollar gesunken.

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