Spanien
Notenbank fordert härtere Steuerpolitik

Spaniens Notenbank ist skeptisch, ob sich das Land aus seiner schlechten Wirtschaftslage befreien kann. Damit das gelingt, fordert die Bank höhere indirekte Steuern - ansonsten droht die Abhängigkeit vom Rettungsschirm.
  • 0

MadridSpaniens Notenbank zeichnet ein eher düsteres Bild über die konjunkturelle Erholung des hoch verschuldeten Landes. Es gebe Zweifel an und Hindernisse für die Rückkehr zu einem nachhaltigem Wachstum auf mittlere und lange Sicht, erklärten die Zentralbanker am Mittwoch.

Reformen seien entscheidend für Umfang und Tempo der wirtschaftlichen Erholung und für die Schaffung von Arbeitsplätzen. Die Notenbanker plädierten für höhere indirekte Steuern wie die Mehrwertsteuer. Die Prognosen der Haushaltsentwicklung für 2011 und 2012 signalisierten Risiken für das Erreichen des staatlichen Defizitziels.

Spaniens Wirtschaft wächst derzeit deutlich schwächer als etwa die deutsche oder französische. Wegen seiner hohen Schuldenberge steht das Land im Fokus der Finanzmärkte. Die Regierung in Madrid will unbedingt verhindern, dass das Land wie Griechenland, Irland und Nachbar Portugal unter den Schutzschirm seiner europäischen Partner schlüpfen muss.

Kommentare zu " Spanien: Notenbank fordert härtere Steuerpolitik"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%