Spanien, Portugal & Co.
Der Süden in der Sackgasse

Die EU steckt in einer tiefen Rezession - und die Prognosen sagen nichts Gutes. Für die Krisenstaaten gibt es keinen einfachen Ausweg, die Hilfspakete allein sind es jedenfalls nicht. Doch was kann helfen?
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BerlinEs klingt ein wenig verzweifelt, was der italienische Ministerpräsident Enrico Letta am Montag bei seinem Antrittsbesuch in Spanien sagte: Wenn der EU-Gipfel im Juni keine wirksamen Beschlüsse fasse, würden davon anti-europäische Parteien profitieren. Klar ist: Italien und Spanien sind es leid, mit ihren Problemen weitgehend alleine da zu stehen. Der Süden hofft auf neue Hilfen von den EU-Partnern, vor allem um Rezession und Jugendarbeitslosigkeit in den Griff zu bekommen, denn in vielen Ländern im Süden spitzt sich die Lage zu.

Auch die jüngste Prognosen der Europäischen Kommission zur wirtschaftlichen Entwicklung der Euro-Zone besagt nichts Gutes. Demnach wird die Wirtschaft im gemeinsamen Währungsraum in diesem Jahr deutlicher schrumpfen als bisher erwartet. Einige Krisenländer sind besonders stark betroffen.

Im Krisenland Zypern soll die Wirtschaftsleistung in den kommenden zwei Jahren um insgesamt 12,6 Prozent einbrechen. In Spanien dürfte sich die Rezession noch verschärfen. Und auch in Portugal verharrt die Wirtschaft in der Rezession. Einzig in Griechenland erwartet die EU-Kommission nach einem Minus in diesem und somit im sechsten Jahr in Folge (minus 4,2 Prozent) für das kommende Jahr immerhin schon eine Rückkehr zum Wachstum mit 0,6 Prozent.

Auch wenn die Prognosen eindeutig sind, Experten streiten darüber, was genau den Krisenländern helfen könnte. Der Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), Gustav Horn, sieht Deutschland angesichts seiner wirtschaftlichen Stärke in der Pflicht, den Krisenstaaten zu helfen und plädiert dafür, die harten Sparauflagen für die Südländer zu lockern. Substanzielle Fortschritte bei der Bewältigung der Krise im Euroraum seien nur möglich, wenn die Wirtschaftspolitik der EU-Staaten von einem wachstumshemmenden auf einen wachstumsfördernden Kurs umsteuere. „Voraussetzung dafür ist ein Ende der überharten Sparprogramme in den Euro-Krisenländern, weil diese dort die staatlichen Schuldenstände mittlerweile sogar eher erhöhen als reduzieren“, sagte Horn Handelsblatt Online.

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  • Merkel/Schäuble wollen binnen der kommenden 12 Monaten die Grundzüge einer europäischen Fiskalunion schaffen. Beide bezeichnen den klassischen Nationalstaat als eine überholte Form aus dem vergangenen Jahrhundert, das Ziel ist ein vereintes Europa.

    Wenn man Veränderungen umsetzen will, die unter normalen Umständen nicht umzusetzen sind, muss man dafür Sorge tragen das die Umstände alles andere als normal sind. Wenn die Bevölkerung genügend eingeschüchtert ist und nach einem „Retter“ ruft, ist die Zeit gekommen die Veränderungen zu realisieren. Dies hat in der Geschichte mehr als einmal eindrucksvoll funktioniert.

  • Das eigentliche Problem, wie schon tausendfach erkannt, liegt in der Gemeinschaftswährung. Der Euro und der Rettungsschirm ESM müssen weg. Eine Lösung wäre die Parallelwährung.

    Der jetzige Euro wird als Valuta-Euro gewandelt. Mit dem Valuta-Euro, den es überall in den Euro-Ländern geben wird, wird der internationale Zahlungsverkehr als Verrechnungseinheit festgelegt. Über den sehr starken Europäischen Valuta-Euro werden auch die internationalen Bankgeschäfte abgewickelt. Der Valuta-Euro richtet sich nach dem US Dollar.

    Zu dem Valuta-Euro wird eine Parallelwährung die D-Mark für Deutschland eingeführt. Die D-Mark gilt als Zahlungsmittel innerhalb Deutschland.

    Griechenland würde die Drachme als Zahlungsmittel für den Binnenmarkt als Parallelwährung ebenfalls zusätzlich einführen.

    Mit diesem Beispiel wird die Wirkungsweise des Wechselkurses zum Valuta-Euro gezeigt. Der D-Mark Wechselkurs zum Valuta-Euro beträgt 1:1,25 mit variabeler Auf- und Abwertungen. Der Drachme Wechselkurs zum Valuta-Euro beträgt 4:1 mit variabeler Auf- und Abwertungen.

    Das Prinzip lässt sich auf alle Euro-Staaten umsetzen.
    Mit den unterschiedlichen Wechselkursen wird die Wettbewerbsfähigkeit der einzelnen Länder untereinander wiederhergestellt. Kein Land muss auf seine Souveränitäten verzichten. Und der Euro bleibt als Valuta-Euro für den internationalen Zahlungsverkehr bestehen. Zudem kann das Zusammenwachsen von Europa ohne wirtschaftliche Spannungen und permanente Rettungsschirme, wie vor der Einführung der Gemeinschaftswährung mit dem Euro, erfolgen.

    In diese Richtung will die AfD gehen. Ohne ein europäisches stabiles Wirtschaftswachstum in den Südländern geht in den sozialen Bereichen bald gar nichts mehr. Die Widereinführung von Wechselkursen ist die Grundvoraussetzung für die Genesung von Europa.

  • Ich dachte, der Euro ist so toll und supi. Jedenfalls behaupten das seine Befürworter aus den Reihen der etablierten Parteien.

    Aber Südeuropa hat er doch in die totale Dauerkrise und Verarmung geführt

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