Spiel mit dem Feuer US-Haushaltsstreit könnte globale Rezession auslösen

Bleiben die Parteien im US-Haushaltsstreit hart, sind die USA zahlungsunfähig. Das brächte die Märkte in extreme Turbulenzen - und die Weltwirtschaft in die Rezession. Noch besteht Hoffnung, doch die Nervosität nimmt zu.
Update: 12.10.2013 - 15:47 Uhr 22 Kommentare
US-Präsident Barack Obama bleibt nur noch wenig Zeit, um eine Einigung mit den Republikanern zu erzielen. Quelle: ap

US-Präsident Barack Obama bleibt nur noch wenig Zeit, um eine Einigung mit den Republikanern zu erzielen.

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FrankfurtIm US-Finanzstreit gibt es weiter keinen Durchbruch. Zwar äußerten sich das Weiße Haus und die oppositionellen Republikaner insgesamt vorsichtig optimistisch. Aber US-Präsident Barack Obama bekräftigte zugleich seinen Widerstand gegen eine Erhöhung der Schuldenobergrenze für vorerst nur sechs Wochen, wie sie die Konservativen bisher vorgeschlagen haben. Damit würde ein neues Tauziehen um das Limit direkt in die Zeit vor Weihnachten fallen, die Haupteinkaufszeit im Jahr, sagte der Präsident am Samstag in seiner wöchentlichen Rundfunkansprache.

Der republikanische Präsident des Abgeordnetenhauses, John Boehner, kam am Morgen (Ortszeit) mit seiner Fraktion zusammen. Das Treffen galt als möglicherweise vorentscheidend für eine baldige Lösung. Die Zeit drängt. Stichtag für eine Erhöhung des Schuldenlimits ist der 17. Oktober. Danach könnten die USA nach Expertenberechnungen zwar etwa zwei Wochen lang ihre Rechnungen bezahlen, dann würden sie aber in die Zahlungsunfähigkeit abrutschen - mit möglicherweise katastrophalen Folgen für die Weltwirtschaft.

Der „Washington Post“ zufolge war am Samstag bei den Republikanern ein Gesetzentwurf im Gespräch, der eine Anhebung des Schuldenlimits bis zum 31. Januar vorsieht. Erwogen werde, die Vorlage mit einem Zusatz zu verknüpfen, dem zufolge die Haushaltsausschüsse des Abgeordnetenhauses und Senats unverzüglich umfassende Verhandlungen über Budgetfragen aufnehmen müssen. Am 15. Januar würde dann ein Bericht über den Stand der Gespräche fällig. Werde eine Übereinkunft erzielt, könne die Schuldengrenze vor Monatsende längerfristig angenommen werden.

Zugleich sieht der Entwurf der Zeitung zufolge die sofortige Verabschiedung eines Übergangsetats und damit ein Ende des teilweisen Verwaltungsstillstands in den USA vor. Weil die USA seit dem 1. Oktober keinen Haushalt haben, sind Hunderttausende Mitarbeiter des öffentlichen Diensts im Zwangsurlaub.

Finanzieller Infarkt à la Lehman?
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22 Kommentare zu "Spiel mit dem Feuer: US-Haushaltsstreit könnte globale Rezession auslösen"

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  • Eine andere im Kern des Streits angehende Sache ist die allgemeine Steuerquote. Nach Ansichten der Ökonomieexperten gibt 2 Optima. Einmal liegt die optimale Steuerquote bei 40% und einmal bei 70%. Für die 40% gelten die USA als Beispiel, 70% Schweden. Die Frage ist nun, ob exakt 40% für die Wirtschaft ideal sind, oder eben 41% oder 42% (von Wurzel aus 2 abgeleitet) oder etwas darunter z.B. 38.4% (als in der Natur vorkommendes Fibonacci Retracement). Das könnte man dann in Verhandlung mit den Republikanern testen, welches zu mehr Wirtschaftsleistung insgesamt führt. Hier könnte ein Zeitfahrplan die Lösung sein. Denn auf die Verteilung kommt es für die Wirtschaft nicht an, sondern nur auf die Gesamtbelastung, die Steuerquote.

  • Insgesamt müsste die USA bzw. die US Amerikaner ca. 6 bis 7 Wochen an Arbeitsleistung für den Disput der beiden politischen Parteien zollen, um die steuerliche Lücke von ca. US 500 Mrd. zu decken. Bei einer Steuerlast von 40% glaube ich, sind das effektiv knapp 3 Wochen, oder ein erholsamer Jahresurlaub. Mehr sollte es nicht sein.

  • Das einzige, was ich noch für möglich halte, wäre ein Crash, aber eher ein Mini-Crash an der Wallstreet. Spätestens dann aber, wenn nicht schon om Vorfeld wird die Wallstreet die beiden Parteien zur Einigung bewegen, wenn es um über USD 1 Billion Vermögenswerte bei den Aktien alleine geht. Dieser würde saisonal auch ganz gut zum Oktober passen. Er sollte durch die anhaltende politische Uneinigkeit ausgelöst werden, wobei die emotionale Seite hier eine besondere Rolle spielt. Denn bekanntlich stecken im Wirtschaftswachstum zu 50% Emotionen. Und wenn jede Menge Streit und Pessimismus von oben verbreitet wird, färbt dies auf den Konsumenten ab. Aus Sorge über mögliche schwindende Absatzzahlen könnte dann solch ein Mini-Crash ausgelöst werden. Mehr aber sollte nicht passieren.

  • Dass die USA trotz Schulden hin oder her außer Zweifel höchste Solvenz genießen steht außer Frage und liegt auch außerhalb des jetzigen Streits. Allerdings könnte es dazu führen, dass ein fruchtloses Verstreichen der Zeitfrist dazu führt, dass die Ratingagenturen die USA herunterstufen und die USA ihr Toprating verlieren. Ich habe mal überschlagen, dass dies die USA ca. 500 Mrd. USD kosten würde. Denn beim jetigen Schuldenstand würde eine zusätzliche Zinslast von 0.1% bis 0.2% über ein paar Jahrzehnte zu solch einem Betrag führen. Hier muss berücksichtigen, dass die Verschlechterung der Bonität nur langfristig wieder gutzumachen ist. So kommen die USD 500 Mrd. zustande. Aber angesichsts eines Haushalts um USD 3700 Mrd. pro Jahr sollte das auch zu verschmerzen sein. Trotzdem ist diese Nichteinigung ein teurer Streit, mehr aber nun auch nicht. Daher sollte auch nichts passieren. Selbst wenn sich die Wallstreet aufregt, dann wird es schnell zu Einigungen kommen, da der Druck dann zu groß wird. Ich sehe daher keine weltweite Rezession dadurch.

    MfG
    Andreas Will

  • Oh Gott oh Graus das Armageddon droht.
    Die oberen 10 Tausend? verlieren ein paar Euro. Nun aber schnell mit der SPD Agenda 2013 gegensteuern!
    Jeder Leiharbeiter spendiert Kanzler Schröder einen Euro als Sicherheitsrücklage, die Silberlinge hat der sich echt verdient und dann, ja dann geht die Welt unter.
    Oh Graus was war die Atomare Bedrohung der 70er dagegen?
    Die Welt geht unter und die Rosinenbomber stürzen ab.
    Nix war jemals schlimmer, Obamacare bringt die Insekten an die Macht.

  • ..............na....ROFL.....mehr ist Ihnen nicht eingefallen, als diese Feststellung. Sie sollten sich mal mit der amerikanischen Wirtschaft, Politik und der a-typischen Psychologie vertraut machen. Aber das können Sie wahrscheinlich nicht, weil Sie einer aus der großen Familie der Naiven sind. Nur am Rande erwähnt, sollten Sie den Leitartikel des HB von heute lesen, indem der Chefanalyst der Bremer Landesbank Volker Hellmeyer von der Hollywoodwirtschaft spricht. Und das noch einmal gesagt, eine Show drüben abgezogen wird, um auf sich Aufmerksam zu machen. Also alles nur Show-Geplänkel ist und sonst nichts. Also mein Junge, es ist so, wie ich´s schon sagte, man liebt den großen Auftritt ohne ernsthaft die Sache zu gefährden. Sie sind so, sie lieben es die Show zu machen, auch wenn es ein paar Taler kostet. Was soll`s. Show ist alles, es ist ihr Leben, und dann lassen wir sie doch, nicht wahr?...............

  • Die USA werden nicht pleite gehen, da sie wirtschaftlich stark, optimistisch und zupackend sind. Viel mehr Sorgen muss man sich um Europa machen. Seit Jahren beschäftigen sich die Politiker nur noch mit der Euro-Rettung. In Brüssel wird eine gigantische Bürokratie aufgebaut, die alles erdrückt. Innovationen bleiben auf der Strecke. Die Euro-Subventionierung von Nord nach Süd raubt sowohl den Geber- als auch den Nehmerländern jegliche Motivation. Europa ist im Gegensatz zu den USA auf dem absteigenden Ast.

  • Ich hoffe auf den "Shutdown" - jaja, Rezession. Aber nur ein wenig. Dann wird man sich auf Sparprogramme einigen, die Fed wird gebremst.
    Vielleicht wird sich die USA den einen oder anderen Krieg nicht mehr leisten können, vielleicht wird mittelfristig in D-Land dann das Existenzminimum nicht mehr in seiner jetzigen Form gezahlt werden (können), sondern man wird sich auf ein wahres Existenzminimum, das am Bedarf für eine Existenz ausgerichtet ist, besinnen (heute wird soviel bezahlt, wie für eine Verwirklichung als Linker nötig ist - das hat mit dem Überleben nichts zu tun).
    Wären alles gute Entwicklungen.

  • Heiner... dümmer ist keiner!

  • @Idiotenkiller

    Bei ihrem Namen müssen sie ja akut Selbstmordgefährdet sein.
    Sie sollten dringen psychiatrische Hilfe in Anspruch nehmen.

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