Stärkster Rückgang erneut in Europa
Weltwirtschafts-Klima kühlt sich weiter ab

Die Stimmung in der Weltwirtschaft hat sich erneut verschlechtert. Der Weltwirtschaftsklima-Index des ifo Instituts ging im zweiten Quartal zum fünften Mal in Folge zurück und sank von 101,1 auf 97,5 Punkte. Führende Konjunkturexperten sind dennoch zuversichtlich gestimmt.

HB MÜNCHEN. „Die neuen Umfrageergebnisse deuten weiterhin auf eine weiche Landung hin und nicht auf einen bevorstehenden Konjunktureinbruch“, sagte der Präsident des Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo), Hans-Werner Sinn, am Montag in München. Ein Einbruch der Weltkonjunktur drohe nicht. Der vom Ifo ermittelte Indikator für das Weltwirtschaftsklima gab zwar das fünfte Quartal in Folge nach. Er liegt aber immer noch deutlich über seinem langfristigen Durchschnitt.

Die rund 1100 vom Ifo befragten Experten bewerteten sowohl die aktuelle Lage schlechter als auch die Aussichten für die Weltwirtschaft auf Sicht von sechs Monaten. Der Lage-Index fiel auf 96,8 von 102,3 Punkten, der für die Erwartungen nur leicht auf 98,2 von 100,0 Punkten. Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn sagte, offenbar erwarteten die Experten aus 91 Ländern ein Auslaufen des derzeitigen konjunkturellen Abkühlungsprozesses.

Aufgeschlüsselt nach Regionen zeigte die Umfrage, dass der stärkste Rückgang des Klimaindikators erneut in Westeuropa zu verzeichnen war. Dort wird der langjährige Durchschnitt deutlich unterschritten. In Nordamerika schwächte sich der Klimaindikator nur leicht ab, da dem spürbaren Rückgang der Erwartungen sogar eine leichte Verbesserung der aktuellen Lage gegenüber stand.

Anders als in den anderen Regionen stieg der Ifo-Indikator in Asien erstmals seit nahezu einem Jahr wieder an. Grund ist eine etwas günstigere Einschätzung der wirtschaftlichen Aussichten für die nächsten sechs Monaten; die Lage wird dagegen in dieser Region ungünstiger beurteilt.

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