Stärkster Rückgang seit 2000
Häuserpreise in den USA im freien Fall

Die Preise für Wohnimmobilien in den USA sind im freien Fall. Im Mai 2008 sackten die Preise um 15,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat ab.

HB NEW YORK. Wohnimmobilien in den USA haben im Mai mit Rekordtempo an Wert verloren. Verglichen mit dem Vorjahr verbilligten sich in 20 Ballungsräumen Wohnungen und Häuser um 15,8 Prozent, wie aus dem Hauspreisindex von Standard & Poor's und Case Shiller hervorgeht. Das ist der stärkste Rückgang seit Einführung dieses Indexes im Jahr 2000.

Seit April beträgt der Preisrückgang 0,9 Prozent. Dabei sanken in allen wichtigen Städten die Preise. Der Rückgang fiel jedoch geringer aus als erwartet: Analysten hatten mit einem Minus von 1,0 Prozent zum Vormonat und 16 Prozent zum Vorjahr gerechnet.

Seit Sommer vergangenen Jahres leidet der amerikanische Immobilienmarkt unter den Folgen der Subprime-Krise. In den USA waren Hypothekenkredite an private Bauherren mit geringer Kreditwürdigkeit vergeben worden, sogenannte Subprime-Kredite. Diese Darlehen wurden oft von den Kreditgebern in hoch-komplexen Finanzpaketen gebündelt und weiter verkauft.

Obwohl die Subprimes von vielen Ratingagenturen lange mit Höchstnoten versehen wurden, entpuppten sie sich im Verlauf der Krise als minderwertig oder gar wertlos. Ab 2007 gab es immer mehr Zahlungsausfälle bei den Darlehensnehmern. Die US-Zinsen waren gestiegen, die Immobilienpreise aber sanken und sinken weiter. Baufinanzierer und Banken gerieten in heftige Turbulenzen.

Daraus entstand eine Vertrauenskrise unter den Banken, die sich gegenseitig kein Geld mehr liehen. Nach der Fast-Pleite der traditionsreichen US-Investmentbank Bear Stearns im März 2008 hat die Krise mit der Schließung des Hauses Indy Mac - dem zweitgrößten Banken-Crash in der US-Geschichte - nun einen weiteren vorläufigen Höhepunkt erreicht.

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