Stahlproduzenten kündigen Preiserhöhung an
Deutsche Erzeugerpreise steigen unerwartet kräftig

Vor allem die höheren Ölpreise haben zu dem raschen Anstieg der deutschen Erzeugerpreise geführt. Die an die Produzenten gewerblicher Produkte gezahlten Preise legten im Schnitt um 0,9 Prozent zum Vormonat zu, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte.

HB BERLIN. Damit stieg die Jahresteuerung auf der Erzeugerstufe auf 3,3 Prozent von 2,3 Prozent im September und erreichte damit den höchsten Stand seit Juni 2001. Der Anstieg zeigt nach Einschätzung von Volkswirten, dass Firmen die hohen Rohmaterialpreise an ihre Kunden weitergeben. Angesichts des jüngsten Preisrückgangs beim Öl sei das Risiko eines kräftigen Inflationsanstiegs jedoch gering.

Volkswirte hatten im Schnitt erwartet, dass die von den Produzenten verlangten Preise nur um 0,3 Prozent steigen und damit 2,7 Prozent über dem Vorjahr liegen. Der tatsächliche Anstieg übertraf dabei auch alle Einzelprognosen. Mit Blick auf die Verbraucherpreise sagte Stefan Bielmeier von der Deutschen Bank: „Weil die Ölpreise wieder gesunken sind, ist ein großer Anstieg unwahrscheinlich. Es gibt nur ein geringes Aufwärtsrisiko.“ Im Oktober hatte der Ölpreis die Inflationsrate auf 2,0 Prozent steigen lassen. In der kommenden Woche wird die Entwicklung der Verbraucherpreise für November veröffentlicht.

Mineralölerzeugnisse kosteten gut sieben Prozent mehr als im September und waren damit fast 20 Prozent teurer als vor einem Jahr - ohne diese Produkte wären die Erzeugerpreise zum Vorjahr nur um 2,4 Prozent gestiegen. Im Oktober war der Ölpreis kurzzeitig über 50 Dollar pro Barrel (das Fass zu 159 Liter) gestiegen, hat sich aber seitdem um rund 20 Prozent verbilligt.

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