Starkes Jahr
Deutsche Exporteure knacken Billionen-Grenze

Der deutsche Außenhandel leidet zwar unter der Schuldenkrise in der EU. Die Ausfuhren in die Euro-Zone schrumpfen. Aber dennoch schaffen es die Deutschen einen Rekord aufzustellen - dank neuer Wachstumsmärkte.
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BerlinDie deutschen Exporteure haben trotz Euro-Krise und schlapper Weltkonjunktur in Rekordtempo die Umsatzgrenze von einer Billion Euro geknackt. Von Januar bis November verkauften sie Waren im Wert von 1,018 Billionen Euro ins Ausland - 4,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag mit. 2011 war die Schallmauer erstmals durchbrochen worden, allerdings erst im Dezember.

Für 2012 rechnet der Außenhandelsverband BGA mit einem Plus von vier Prozent auf den Rekordwert von 1,103 Billionen Euro. In diesem Jahr sollen die Exporte sogar um fünf Prozent auf 1,16 Billionen Euro wachsen.

Zum Jahresende ging den Unternehmen allerdings die Luft aus: Im November sanken die Ausfuhren verglichen mit dem Vormonat um 3,4 Prozent und damit so stark wie seit mehr als einem Jahr nicht mehr. Von Reuters befragte Analysten hatten lediglich mit einem Rückgang um 0,5 Prozent gerechnet. Grund für den Durchhänger ist die sinkende Nachfrage aus den Euro-Ländern, von denen einige in einer Rezession stecken und deshalb weniger Waren "made in Germany" kaufen. Die Importe sanken mit 3,7 Prozent sogar noch stärker.

Wirtschaft auf Schrumpfkurs

Deutschland leidet unter der Euro-Krise“, sagte Ökonom Christian Schulz von der Berenberg Bank. „Einmal direkt durch eine sinkende Nachfrage nach Exportgütern, zum anderen indirekt durch das schwache Wirtschaftsvertrauen, das die Investitionen belastet.“ Die meisten Experten gehen deshalb davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal erstmals seit einem Jahr schrumpfen wird. Commerzbank-Ökonomin Ulrike Rondorf befürchtet sogar ein „deutliches Minus“.

Allerdings stehen die Chancen nicht schlecht, dass die Delle rasch überwunden wird. „In den USA und China scheint es langsam aufwärtszugehen“, sagte Schulz. „Wenn die Euro-Zone sich stabilisiert, dürften im zweiten Halbjahr alle wichtigen deutschen Ausfuhrmärkte wachsen.“

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) sieht das ähnlich. „Wir bekommen weiter Impulse von Ländern außerhalb der Euro-Zone“, sagte DIHK- Experte Ilja Nothnagel. „Vielleicht kommt ab der zweiten Jahreshälfte die eine oder andere Überraschung aus Europa hinzu.“

 
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Dafuer ist der ESM gestiegen. Seltsamer Weise finden sich auch wieder genuegend Kauefer fuer Staatsanleihen, bis zum naechsten Schuldenschnitt.
    Solange die Schulden/BIP Rate steigt wird die Krise schlimmer statt besser und das nicht nur in EURO-Land sondern auch in GB, USA und Japan.

  • wichtigste handelspartner nach wert der Exporte:
    http://de.statista.com/statistik/daten/studie/2876/umfrage/rangfolge-der-wichtigsten-handelspartner-deutschlands-nach-wert-der-exporte/

    Frankreich, USA, Holland, U.K., China, Italien, Österreich, Schweiz, Belgien, Polen - Bestätigung der Gravitationstheorie.

    Laut Liste drucken sich die Mehrheit der Abnehmer ihr benötigtes Geld selbst, oder ziehen es sich von der Bundesbank.

    - Auf der einen Seite der Status der Exportkolonie, welche ohne Gegenwert und zum Vorteil der Eigner und Verwalter des Produktivkapitals liefert und liefert;

    - Auf der anderen Seite die Frage, ob es für die langfristige Entwicklung des Landes, für F&E und Wettbewerbsvorteil durch hohe Absatz-Volumina, für eine leistungsorientierte Gesellschaft (selbst in der an sich leistungsfeindlichen, vorherrschenden Eigentumsgesellschaft) nicht so besser ist.


    In einigen bereichen ist sicherlich der Bogen überspannt - insbesondere in der ungleichen Verteilung des Nutzens und des Wohlstands ist eine Zäsur überfällig.
    Die Spaltung der Gesellschaft, der resultierende psychosoziale Stress, , die Spannungen und sich auftuende Gräben zwischen den Schichten werden ansonsten zu höchst destruktiven Entwicklungen führen.

    Überarbeitung, Verachtung, Angst, Neid, Hass, Gewaltphantasien, Zerstörungswut ... eine "wenn nicht mit uns, dann gar nicht" Einstellung ...

  • Indonesien,Kolumbien,Peru sind unsere neuen
    Märkte für Wachstum ???
    Wäe interessant zu wissen,was die für eine Billion
    von uns kaufen.
    Geht es denen tatsächlich besser als dem europäischen
    Binnenmarkt,wo kaum noch nennenswertes von hier
    nach dort geordert wird.

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