Starkes Wachstum in Euro-Zone
IWF will Prognose für Weltwirtschaft anheben

Der Internationale Währungsfonds (IWF) will einem Medienbericht zufolge seine Prognose für das weltweite Wirtschaftswachstum anheben. Die Vorhersagen für die Euro-Zone und China sollen höher ausfallen als bisher. Auch für die deutsche Wirtschaft sieht es immer besser aus.

HB BERLIN. Der Internationale Währungsfonds wird seine Prognose für das weltweite Wirtschaftswachstum in diesem Jahr auf 5,1 von 4,9 Prozent anheben, meldete die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Sie berief sich auf einen Entwurf für den zweimal im Jahr veröffentlichten Ausblick des IWF auf die Weltkonjunktur, der das nächste Mal Mitte September erscheinen soll.

Demnach sehe der Währungsfonds das Wachstum in der Euro-Zone nun bei 2,4 Prozent statt noch im April bei 2,0 Prozent. China werde um zehn Prozent und damit einen halben Prozentpunkt mehr als zuletzt vorhergesagt zulegen. Für die US-Wirtschaft rechneten die IWF-Experten dagegen jetzt nur noch mit drei Prozent nach zuvor 3,4 Prozent.

Auch deutsche Institute ändern ihre Vorhersagen. Nach dem Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) wird nun auch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin seine Wachstumsprognose für Deutschland anheben. „Die deutsche Wirtschaft wird dieses Jahr sehr wahrscheinlich um zwei Prozent zulegen, vielleicht sogar etwas mehr“, sagte DIW-Präsident Klaus Zimmermann dem Hamburger Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Bislang hatte das Institut für 2006 ein Wirtschaftswachstum von 1,8 Prozent vorausgesagt.

Auch der Zustand der öffentlichen Haushalte bessert sich nach Zimmermanns Einschätzung schneller als erwartet. Es sei durchaus möglich, dass das Staatsdefizit schon in diesem Jahr unter die Marke von 2,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts sinke. Ursache dafür seien höhere Steuereinnahmen und weniger Ausgaben zur Finanzierung der Arbeitslosigkeit als erwartet.

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