Statistikamt

Deutscher Exportüberschuss steigt auf Rekordhoch

Die Exportstärke Deutschlands ist in Europa umstritten. Mitten in der Diskussion vermeldet Deutschland nun einen Exportüberschuss in Rekordhöhe. Die Nachfrage nach deutschen Waren zieht weiter an.
28 Kommentare

Kritisieren die USA den Exportüberschuss zurecht?

BerlinInmitten der Diskussion um seine Exportstärke meldet Deutschland einen Rekordüberschuss. Die Ausfuhren übertrafen die Einfuhren im September um 20,4 Milliarden Euro, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit. „Der bisher höchste Ausfuhrüberschuss wurde im Juni 2008 mit 19,8 Milliarden Euro erzielt“, hieß es.

Während die Exporte um 3,6 Prozent zum Vorjahresmonat auf 94,7 Milliarden zulegten, fielen die Importe um 0,3 Prozent auf 74,3 Milliarden Euro. Das US-Finanzministerium hatte erst vor wenigen Tagen die Konzentration Deutschlands auf die Exportwirtschaft kritisiert. Diese Zahlen dürften die Debatte zusätzlich befeuern.

Die Nachfrage nach deutschen Waren zog in allen wichtigen Regionen an. Am kräftigsten legten die Exporte in die EU-Länder mit 5,4 Prozent zu, während die Ausfuhren in die Euro-Zone um 4,4 Prozent kletterten. In alle anderen Regionen gab es ein Plus von 1,2 Prozent.

Die deutschen Exporteure konnten ihre Ausfuhren im September spürbar steigern, verglichen mit August legten sie um 1,7 Prozent zu. Es ist der zweite deutliche Anstieg in Folge. Die Einfuhren waren hingegen rückläufig, sie sanken um 1,9 Prozent.

Auch im Jahresvergleich legte die Nachfrage nach Produkten „Made in Germany“ deutlich zu: Im September 2013 wurden Waren im Wert von 94,7 Milliarden Euro ausgeführt und damit 3,6 Prozent mehr als im September 2012. Die Einfuhren verringerten sich hingegen um 0,3 Prozent auf 74,3 Milliarden Euro.

Trotz der jüngsten Zuwächse steht von Januar bis September ein Minus von 0,9 bei den Ausfuhren. Der Außenhandelsverband BGA hatte bereits seine Prognose kassiert, wonach die Exporte nach dem Rekordjahr 2012 in diesem Jahr um fünf Prozent zulegen sollten. Er rechnete zuletzt mit einer schwarzen Null.

Trotz der Konjunkturschwäche im Euro-Raum legten die Exporte in den gemeinsamen Währungsraum im September kräftig zu (plus 4,4 Prozent). Auch in die EU-Staaten lieferten deutsche Unternehmen deutlich mehr als im Vorjahr (plus 5,4 Prozent). Im Handel mit Ländern außerhalb der EU gab es dagegen ein vergleichsweise geringes Plus von 1,2 Prozent. Weil die Gemeinschaftswährung im Vergleich zum US-Dollar zuletzt kräftig an Wert gewonnen hatten, waren Waren „Made in Germany“ im außereuropäischen Markt teurer.

  • dpa
  • rtr
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28 Kommentare zu "Statistikamt: Deutscher Exportüberschuss steigt auf Rekordhoch"

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  • Es geht nicht um den Export sondern um die Überschüsse.
    In der deutschen Diskussion wird immer nur der erste dieser beiden Einträge betont, die Warenströme. Sofort kommen Politiker und Journalisten zu dem Schluss, dass die hohen Überschüsse eine Konsequenz verbesserter Wettbewerbsfähigkeit sei. So ist es aber nicht. Die Wettbewerbsfähigkeit ist nicht so viel stärker, sondern der starke Export kommt von den MAngelden Investitionsmöglichkeiten in Deutschland gepaart mit der hohen Sparquote. Sonst müsste man die Deutschen AUtos nicht für die hälfte des Preises in Deutschland ins Ausland verkaufen. Warum machen Die deutschen aus Jeder Kritik eigentlich immer so eine Existenzfrage? Wenn die Deutschen der Meinung sind, dass die Exporte nur auf Pumo finanziert werden, dann konsumiert doch einfach mehr. Aber dank der Ökopolitik und dem ganzen antikampitalismus gesülze kann sich ja keiner einen 300 ps BMW leisten.

  • Exportüberschuss, eine archaische statistische Größe?

    Die Berechnung des Exportüberschusses hat viele Festlegungen, Stellgrößen und Irrationalitäten. Allein schon die Größe der Bezugsregion bestimmt - über Ausgleichseffekte - wesentlich das Ergebnis. Die Berechnung mochte noch Sinn machen in einer Zeit, in der das Wirtschaftsergebnis gleichmäßig von der betrachteten Flächengröße und Bevölkerungszahl abhing.

    Muss man heutzutage nicht erst einmal Vergleichbarkeit herstellen, wenn man vergleichen will? Muss man nicht zuallererst einmal hinterfragt, ob die Bezugsgrößen überhaupt noch Sinn machen? Was anderes, als dass es ungeeignete historische Verwaltungsgrenzen gibt und dass Wirtschaftstätigkeit heute vor allem in Wirtschaftszentren stattfindet, kann man daraus wirklich ableiten?

    Was hat die unreflektierte schematische Berechnung einer derartigen archaischen (nationalen) Größe überhaupt noch für einen Erkenntniswert für die realen Wirtschaftsbeziehungen in einer globalisierten querfinanzierten Welt mit über die Welt verteilter Produktion?

  • Können Sie auch etwas anderes als Phrasen zu dreschen?
    Was haben die Bankprodukte nun damit zu tun, dass die Ersparnisse auf der Welt nunmal immer den Schulden gegenüberstehen? Das ist zusagen das Wesen des Geldes was ja nur eine Verpflichtung die selbst eingegangen wurde. Naja Sie sind vermutlich nur noch einer in Deutschland der den Unterschied zwischen Guthaben und Umsatz nciht verstanden hat.

  • Der in Ungarn realisierte Wertschöpfungsanteil wird in der Aussenhandelsstatistik dann allerdings als Import verbucht.

    Die aus Deutschland in das Produkt geflossene "Wissensarbeit" macht dann wohl den Löwenanteil vom deutschen Export im genannten TT-Beispiel aus.

    Nach der Auslandsverlagerung der Produktion folgt nun die Auslandsverlagerung der Wissensarbeiter.
    Die deutsche Mittelschicht schrumpft.

    ... und ob die Wissensarbeit und der resultierende deutsche Export dann dem deutschen Standort - oder irgend einem beliebig anderem zugeschrieben werden, entscheidet ggfls. die konzerninterne Steuerabteilung...

    Die VGR spielt zunehmend keine Rolle mehr.
    ... schon in Porters "Competitive Advantage of Nations" geht es nicht mehr um Nationengrenzen - sondern richtig erkannt um Wissens-"Clusters". bei Porter noch standortfixiert. Diese Fixierung ist gerade dabei sich aufzulösen...

  • ... wer die Realität nicht akzeptieren will, ist schlicht ein Träumer.

    Der Trend geht weiter.
    Wer es nicht schafft, seine Leistung am Markt zu verkaufen, rutscht ab.

    ... und träumen Sie schön weiter von Ihrem say'schen Theorem - vergessen Sie aber diesmal die Bank"Produkte" nicht.


    p.s.: die Punkte und Striche im Satz sollen dem geneigten Leser Raum zum Denken geben - wenn Sie den nicht nutzen wollen oder können: Ihr Problem.

  • .................und so soll es weiter gehen und daran festhalten mit dem Export und dem daraus resultierenden Überschuß. Stellt sich in den letzten Tagen doch heraus, daß wir Deutschen in die Knie gezwungen werden sollen. Weil Neid, Mißgunst, uns nichts zu gönnen, und uns die erarbeitenden Ergebnisse am liebsten abzunehmen. Arbeiten die Geheimdienste der USA und der Briten seit Jahren ohne unsere Zustimmung gegen uns. Machen uns klar, daß wir keine Freunde sind, sondern nur notgedrungene Partner im Bündnis. Und jetzt kommt es.............die englischsprachigen Länder wie England, Kanada, Australien, Neuseeland Irland auf Grund der besagten gleichen Sprache zu den Auserwählten der USA zählen. Und die Anderen die eine andere Sprache sprechen, wie wir, werden ausgespäht, angezapft, um unsere Ideen zu erhalten, um sie für sich einzusetzen. Fernerhin alles aber auch alles zu erfahren, was in deutschen Köpfen erdacht und ausgesprochen wird. Eine Ernüchterung? Ja, so ist es. Was bedeutet das? Mißtrauen, zum Teil abgrundtiefes Mißtrauen ist angesagt, um vor Überraschungen gefeit zu sein. Alle bisherigen Vorstellungen müssen über den Haufen geworfen werden. Es gibt nur noch eine geschäfstmäßige Abwicklung der Vorgänge, immer mit dem Hintergedanken, daß wir keinen Schaden nehmen. Und da man uns den Export nicht verbieten kann, versucht man durch Drohungen uns klar zu machen, etwas dagegen zu tun. Und so kann nur der Weg für uns der sein, weiter zum machen, wie bisher. Wir müssen uns von allen naiven Vorstellungen befreien, daß es Menschen gibt, die uns mögen. Ich bin mit meiner Meinung nicht alleine. Viele meiner Landsleute sehen es genau so.............................

  • Nachfrage nach deutschen Waren zog in allen wichtigen Regionen an. Am kräftigsten legten die Exporte in die EU-Länder mit 5,4 Prozent zu, während die Ausfuhren in die Euro-Zone um 4,4 Prozent kletterten
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    Also die Ausfuhren in die Euro-Zone kletterten.
    Und wr bezahlt das?
    Die Euro-Länder ja nicht.
    Diesr Export ist die größte Lüge, denn die Rechung zahlen wir Deutschen

  • stelt sich mal wieder die frage.....
    fuer wie lange ,kann dieses model [ ueberschuss de. - -vs. spaarpolitik suedlaender ] noch so weitergehen im euroraum??

  • Die DM würde uns Deutsche vor vielen irrsinnigen Verpflichtungen, Rettungsschirmen und Zahlmeistereien an Pleiteländer und Bankenzocker bewahren. Es könnte mit der DM für uns nur besser werden, auch die Zinsen würden unsere angesparten Vermögen nicht brutal berauben. Wer zu den Europawahlen nicht umdenkt, dem kann man nicht mehr helfen. Sind die deutschen Wähler wirklich zu dumm? Es gibt doch die AfD!

  • Schaffen Sie es einen vernümpftigen Satzt zusammen zu bekommen? Geht das oder nicht?
    Diese abgehackten Kommentare mit den Punkten zeugen schlich von Blödheit.
    Monopoly mit anschreiben? Halten Sie sich jetzt für besonders intelligent?
    Die Weltwirtschaft ist ein wenig komplizierter als ein Brettspiel und es gibt weit mehr als nur Waren die man kaufen kann. Wie erklären Sie sich denn sonst die Siedlungen von deutschen Rentnern in Spanien?
    Wie gesagt, das Problem ist nicht die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit der restlichen Welt sondern Schlicht die Sparwut der Deutschen und der Mangel an Investitionsmöglichkeiten in Deutschland. Wer nicht versteht, dass die Summe der Ersparnisse und die Summe der Schulden immer Null ergibt, dem ist einfach nciht zu helfen.

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