Statistisches Bundesamt
Firmenpleiten bleiben auf Rekordniveau

Nach Einschätzung des Statistischen Bundesamtes werden in diesem Jahr fast genau so viele Firmen Insolvenz anmelden wie im vergangenen Jahr. „Für das Jahr 2004 erwartet das Statistische Bundesamt rund 39 000 Unternehmensinsolvenzen“, erklärten die Statistiker am Montag in Wiesbaden auf Basis der Daten von Januar bis September.

HB WIESBADEN. Im vergangenen Jahr mussten vor allem wegen der Konjunkturflaute 39 320 Firmen den Gang zum Insolvenzrichter antreten. Zu Jahresanfang hatte das Statistikamt noch die Erwartung geäußert, dass in diesem Jahr weniger Firmen zahlungsunfähig werden.

Bis einschließlich September meldeten 29 730 Firmen Insolvenz an - nur 0,3 % weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. „Die Entwicklung der Unternehmensinsolvenzen ist in den ersten neun Monaten des Jahres gekennzeichnet durch einen Rückgang der Insolvenzen größerer Unternehmen um sechs Prozent und einen Anstieg der Insolvenzen kleinerer Unternehmen um acht Prozent“, erklärten die Statistiker. Aus diesem Grund seien die Forderungen der Gläubiger gegenüber Unternehmen um 14 % gesunken.

Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen wird dagegen nach Einschätzung des Amtes in diesem Jahr auf 48 000 steigen und damit rund 40 % über dem Vorjahresniveau liegen. Diese Zunahme gehe jedoch auf die Ende 2001 geschaffene Möglichkeit zurück, die Verfahrenskosten stunden zu lassen. „Der Anstieg ist deshalb nicht allein als Ausdruck einer aktuellen Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation der Verbraucher zu werten“, erklärte das Statistikamt.

Die Wirtschaftsauskunftei Creditreform hatte erst vergangene Woche gemeldet, der Gipfel der Unternehmenszusammenbrüche sei noch immer nicht erreicht und eine Trendwende sei nicht in Sicht.

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