Statistisches Bundesamt
Talfahrt der Exporte läutet Konjunkturherbst ein

Die deutschen Ausfuhren sind entgegen den Erwartungen zum zweiten Mal in Folge deutlich gesunken. Die deutsche Wirtschaft leidet zunehmend unter negativen äußeren Einflüssen - und stellt sich auf eine Abkühlung ein.
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WiesbadenDie deutschen Exporte sind im Juli zum zweiten Mal in Folge gesunken. Im Monatsvergleich gingen die Ausfuhren kalender- und saisonbereinigt um 1,8 Prozent zurück, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Volkswirte hatten hingegen mit einem Anstieg um 0,5 Prozent gerechnet. Im Juni hatten die Exporte bereits um 1,2 Prozent nachgegeben. Die Einfuhren sanken um 0,3 Prozent.

Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Ausfuhren im Juli zwar um 4,4 Prozent. Die Einfuhren kletterten mit 9,9 Prozent jedoch mehr als doppelt so stark. Der Außenhandelsbilanz schloss mit einem Überschuss von 10,4 Milliarden Euro.

Christoph Weil, Analyst bei der Commerbank, wies in einer ersten Reaktion darauf hin, dass "die Risiken für die deutsche Wirtschaft von außen kommen. Das belegen diese Daten." Der Schwung im Außenhandel habe auf jeden Fall nachgelassen. Trotzdem werde es im dritten Quartal "zu einem ordentlichen Wirtschaftswachstum" von etwa einem halben Prozent reichen.“

Jürgens Michels von der Citigroup sprach von enttäuschenden Zahlen. Der erneute Rückgang deute darauf hin, dass vom Außenhandel auch im dritten Quartal "kaum Impulse für das Wachstum kommen dürften. Die Aussichten für die Exporteure seien angesichts der schwächeren Weltkonjunktur getrübt. "Einen dramatischen Einbruch werden wir zwar nicht sehen, aber die Exporte werden schwächer ausfallen als in der ersten Jahreshälfte," urteilt Michels.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Statistisches Bundesamt: Talfahrt der Exporte läutet Konjunkturherbst ein"

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  • Dann man ran.

    Es müßte schon sehr komisch zugehen, wenn der akt. Crash am DAX nicht in max 3-6 Monaten in der Realwirtschaft ankommt.

    durch die alte Stasi-Oma Merkel und der debakel um Dolce-Vita fällt der Dax um 30%.

    der Dow um 10%

    Wer hier wohl nun das Problem hat?

  • Stiegen die Exporte? ....Ja...Sind sie gefallen?...Nein...auf das bezog sich mein Kommentar.Fragen Sie doch mal die Mittelstaendler, die das Rueckrat der deutschen Wirtschaft sind. Von Abkuehlung keine Rede!

    Das was Siggi40 kommentiert ist eine andere Geschichte!

    Immer schoen bei den Fakten bleiben.

  • Volle Zustimmung.
    Dem ist nichts mehr hinzuzufügen
    Sehr treffend analysiert

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