Statistisches Bundesamt
Zahl der Firmenpleiten in Deutschland nimmt langsam ab

Der seit Jahresanfang anhaltende Rückgang der Unternehmensinsolvenzen hat sich auch im Mai fortgesetzt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Freitag registrierten die Gerichte im Mai 3100 Firmeninsolvenzen, ein Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

HB BERLIN. In den ersten fünf Monaten des Jahres lag die Zahl der Insolvenzen sogar um fast fünf Prozent unter dem Vorjahr. Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement wertete den Rückgang als Beleg für eine konjunkturelle Erholung: „Es gibt schon seit einiger Zeit einen deutlichen Überschuss an Unternehmensgründungen gegenüber Unternehmensinsolvenzen.“

Dagegen zeigen die Daten nach Einschätzung des stellvertretenden Unionsfraktions-Vorsitzenden Ronald Pofalla, dass die rot/grüne Wirtschaftspolitik Verbraucher und Unternehmen schädigt: „Im Gegensatz zu unseren europäischen und amerikanischen Partnern bleiben die Insolvenzen auf einem Rekordhoch.“

Einen drastischen Pleiten-Anstieg gab es im Gegensatz zu den Firmen bei den Verbrauchern, von denen 5196 den Gang zum Insolvenzrichter antraten, 46 Prozent mehr als im Mai 2004. Von Januar bis Mai lag die Zahl der Verbraucherinsolvenzen damit um knapp 42 Prozent über dem Vorjahr.

Die Gerichte bezifferten die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger für Mai 2005 auf 2,8 Milliarden Euro - davon betrafen 60 Prozent Unternehmen. Vor einem Jahr beliefen sich diese Forderungen auf 3,0 Milliarden Euro.

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