Statistisches Jahrbuch
Dienstleister überflügeln die Industrie

Die Dienstleister werden für die deutsche Wirtschaft immer wichtiger. In diesem Sektor arbeiten die meisten Menschen und hier wird am meisten investiert.

HB BERLIN. „Wir sehen einen dramatischen Umbruch der Wirtschaft“, sagte der Präsident des Statistischen Bundesamts, Johann Hahlen, am Dienstag in Berlin bei der Vorstellung des Statistischen Jahrbuches. Inzwischen sind mit rund 27 Millionen Menschen 71 Prozent der Erwerbstätigen in Dienstleistungsfirmen beschäftigt, mehr als doppelt so viele wie 1970. Nur noch gut jeder vierte Arbeitnehmer ist in der Industrie beschäftigt - vor 35 Jahren war es noch fast die Hälfte. In der Landwirtschaft arbeiteten 2004 laut amtlicher Statistik noch zwei Prozent der Erwerbstätigen.

Ähnlich stark veränderte sich der Anteil der Dienstleistungen an der Bruttowertschöpfung. Dieser lag 2004 bei 70 Prozent. Das Produzierende Gewerbe kommt nur noch auf 29 Prozent.

Im europäischen Vergleich liegt Deutschland laut Hahlen damit nur im Mittelfeld: In Großbritannien, Frankreich und Luxemburg tragen Serviceunternehmen noch stärker zur Wirtschaftsleistung bei.

Die Statistiker registrierten innerhalb der Branche eine abnehmende Bedeutung von Handel, Gastgewerbe, Verkehr und Kommunikation. Unternehmensdienstleistungen seien hingegen auf einem kräftigen Wachstumskurs. Hahlen zufolge investieren die oft kleinen und mittleren Firmen der Branche inzwischen deutlich mehr als die Industrie. Investitionen im Verarbeitenden Gewerbe in Höhe von 49 Milliarden Euro standen 2004 Dienstleistungsinvestitionen von insgesamt 62,4 Milliarden Euro gegenüber.

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