Steigende Preise
EZB warnt vor steigendem Inflationsrisiko

Die Europäische Zentralbank warnt in ihrem Monatsbericht von einer Zunahme der Inflation. Schuld seien vor allem die steigenden Preise für Energie und Lebensmittel die wohl bald an die Verbraucher weitergegeben werden.
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FrankfurtSteigende Preise für Energie und Nahrung heizen die Inflation im Euroraum aus Sicht der Europäischen Zentralbank (EZB) weiter an. Zudem seien die Folgen vergangener Ölpreiserhöhungen noch gar nicht spürbar. Sie dürften sich in den kommenden Monaten in den Verbraucherpreisen niederschlagen, schreibt die Notenbank in ihrem am Donnerstag veröffentlichten Monatsbericht.

Sollten die Rohölpreise trotz der politischen Spannungen in den arabischen Förderländern nicht weiter steigen, werde sich die Teuerung bei Energie im weiteren Jahresverlauf aber verlangsamen.  

Allerdings dürfte sich der Preisauftrieb bei Nahrungsmitteln aus Sicht der Währungshüter in den nächsten Monaten beschleunigen. Wie stark höhere Nahrungsmittelpreise aber an die Verbraucher im Euroraum weitergegeben würden, sei nicht vorhersehbar. Das hänge vom Verhalten der Erzeuger und des Einzelhandels sowie von der Verbrauchernachfrage ab.

EZB-Chef Jean-Claude Trichet hat wegen der anziehenden Inflation für April eine Zinserhöhung nicht ausgeschlossen. Derzeit liegt der Leitzins auf dem Rekordtief von einem Prozent. Die EZB, die über die Geldwertstabilität der gesamten Euro-Zone wacht, sieht stabile Preise bei einer mittelfristigen Teuerungsrate von knapp zwei Prozent gesichert.

Nach Ansicht des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) wird die Teuerung in Deutschland in diesem und im nächsten Jahr die Stabilitätsmarke der EZB klar überschreiten.

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