Steilvorlage für Gewerkschaften
IfW-Prognose heizt Tarifverhandlungen an

Die ohnehin günstige Verhandlungsposition der Gewerkschaften in der Tarifrunde 2007 scheint sich weiter zu verbessern. Pünktlich zum Start der Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie lieferte das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) der IG Metall heute eine Steilvorlage: Es erwartet für 2007 nun sogar ein stärkeres Wachstum als 2006.

BERLIN/FRANKFURT. Wichtigster Grund für die kräftige Prognosekorrektur ist eine nach Einschätzung des IfW unverhofft günstige Wirtschaftsentwicklung zu Jahresbeginn – trotz höherer Mehrwertsteuer.

Zwar orientiere man sich in der Tarifpolitik nicht allein an kurzfristigen Prognosen, betonte IG-Metall-Bezirksleiter Armin Schild, der die Verhandlungen für Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Thüringen führt. Doch dies sei eine „eindrucksvolle Bestätigung“ für den eingeschlagenen Kurs. „Umso mehr geht es jetzt darum, nicht nur mehr als 2006 zu fordern, sondern auch abzuschließen“, sagte er dem Handelsblatt. Nach einer Tariferhöhung von drei Prozent 2006 fordert die IG Metall diesmal 6,5 Prozent.

Auch das IfW selbst nennt die Verhandlungsposition der Gewerkschaften „sehr günstig“. Ausschlaggebend sei unter anderem eine ungewöhnlich stark verbesserte Lage auf dem Arbeitsmarkt. In diesem Jahr wird die Arbeitslosenzahl nach IfW-Schätzung auf 3,7 Millionen sinken, 2008 sogar auf unter 3,4 Millionen.

Für die Metall-Tarifrunde unterstellt das IfW einen Abschluss „oberhalb der Vier-Prozent-Marke“, im gesamtwirtschaftlichen Mittel erwartet es einen Tarifanstieg von 2,4 Prozent – wobei aber auch noch höhere Ergebnisse nicht auszuschließen seien. In diesem Fall aber, merkt es warnend an, würde das Wachstum nicht die prognostizierten Werte von 2,8 Prozent in diesem und 2,4 Prozent im kommenden Jahr erreichen.

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