Steinbrücks Monatsbericht
Deutscher Export wird zum Sorgenkind

Die Rezession hat sich nach Einschätzung des Bundesfinanzministeriums am Jahresende verschärft. Für das vierte Quartal sei mit einem beschleunigten Rückgang der Wirtschaftsleistung zu rechnen, schrieben die Beamten in ihrem am Freitag veröffentlichten Monatsbericht. Besondere Sorgen bereitet dem Ministerium der Export.

HB BERLIN. Bereits im dritten Quartal war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,5 Prozent geschrumpft, im zweiten Quartal um 0,4 Prozent. In den kommenden Monaten dürfte die Konjunkturabschwächung noch deutlicher auf dem Arbeitsmarkt sichtbar werden, hieß es.

Nachfrage und Produktion in der Industrie seien erheblich rückläufig, schrieben die Ministeriums-Experten. Ebenso habe sich die Stimmung in den Unternehmen stark eingetrübt. Auch auf dem Arbeitsmarkt zeigten sich in der Abflachung des bisherigen Beschäftigungsaufbaus Bremsspuren des Abschwungs. Deshalb sei für 2009 auch mit einer gedämpften Konsumentwicklung zu rechnen.

Besondere Sorgen bereitet dem Ministerium der Export. Durch die jüngste Euro-Dollar-Abwertung habe sich die preisliche Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen zwar verbessert. Dem stehe aber eine zunehmende Verschlechterung der Absatzperspektiven in den USA und in den Schwellenländern entgegen. „Damit dürften die Exporte in den nächsten Monaten weiter an Kraft verlieren.“ Deutliche Entspannungen habe es zuletzt bei den Verbraucherpreisen gegeben: „Die Inflationsrisiken dürften weiter abnehmen.“ Eine Deflation mit einem langandauernden Preisverfall auf breiter Front sei aber nicht zu befürchten.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%