Stellenbarometer
Arbeitskräfte werden weniger nachgefragt

Laut Arbeitsagentur ist die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern in Deutschland im April erneut gesunken. Das Stellenbarometer fiel demnach um fünf Punkte auf 171 Punkte. Mit Prognosen ist die Arbeitsagentur vorsichtig.
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BerlinDie Nachfrage nach Arbeitskräften verliert in Deutschland auf hohem Niveau an Schwung. Zum zweiten Mal in diesem Jahr fiel das Stellenbarometer der Bundesagentur für Arbeit (BA) im April deutlich, und zwar um fünf Punkte auf 171 Punkte. Der Zeitpunkt der Messung inmitten der Osterferien habe zwar zum Minus beigetragen, erklärte die Behörde am Montag in Nürnberg. „Unabhängig davon scheint der Höhepunkt der Nachfrage überschritten zu sein“, fügte die Behörde aber hinzu. Es bleibe nun abzuwarten, ob sie in den kommenden Monaten weiter sinke oder sich auf einem niedrigeren Plateau einpendle. Den größten Bedarf meldet weiterhin die Zeitarbeit; etwa jede dritte ausgeschrieben Stelle sei ein Leiharbeitsplatz.

Beim Blick in die Zukunft zeigt sich die BA vorsichtig: Es bleibe abzuwarten, ob das Stellenbarometer in den nächsten Monaten weiter zurückgehe oder ob sich die Nachfrage auf einem niedrigeren Niveau einpendele.

Der Stellenindex liegt aber noch auf einem hohen Niveau. Er hatte im Februar um vier Punkte nachgegeben und im März um einen Punkt zugelegt. Im Vergleich zum Vorjahr liegt er noch vier Punkte im Plus und signalisiert einen hohen Kräftebedarf. Dazu trage neben der grundsätzlich guten wirtschaftlichen Situation auch das Beschäftigungsplus der vergangenen Jahre bei, das mit mehr offenen Stellen einhergehe, erklärte die BA. Zudem müssten Betriebe länger suchen, um offene Stellen zu besetzen.

Die BA gibt am Mittwoch die Arbeitslosenzahlen für April bekannt. Nach den Berechnungen der Experten waren im April 2,93 Millionen Männer und Frauen ohne Arbeit. Dies wären rund 100.000 weniger als im März; der
Rückgang fiel damit deutlich schwächer als im Schnitt der vergangenen drei Jahre. Im Vergleich zum Vorjahr waren im April rund 150.000 weniger Menschen arbeitslos gemeldet.

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