Stimmt es, dass...
Gibt es zu unserem Geldsystem eine Alternative?

Das bisherige monetäre System ist krisenanfällig. Doch die Frage ist, ob es Reformen gibt, die wirklich sicherer und praktikabeler sein würden.
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Zur Kolumne vom 23. Februar ("Stimmt es, dass wir die Banken retten müssen, weil sonst die Wirtschaft zusammenbricht?") möchte Leser Winfried Dietmayer wissen, ob es keine Alternativen zur Kreditschöpfung über die Geschäftsbanken gibt. Denn, so das Resümee der Kolumne: Wir müssen die Banken retten, solange die Menge des umlaufenden Geldes davon abhängt, dass die Banken weiter großzügig Kredit geben. Eine Zuschrift von Professor Joseph Huber von der Universität Halle gibt die Antwort: "Dass das zweistufige Geld- und Kreditsystem (Zentralbank/Banken) sich bewährt habe, das kommt einem in Anbetracht der fortgesetzten, global wandernden Finanzkrisen doch als ziemlich weltfremder Lehrbuchmythos vor."

Huber ist ein Vertreter der Reformidee des Vollgelds. Sie besteht im Wesentlichen darin, dass das Geld, das Kunden bei den Banken anlegen, im Eigentum der Kunden bleiben soll, so wie die Bestandteile unseres Wertpapierdepots in unserem Besitz bleiben. Viele Menschen denken irrtümlich, das sei ohnehin so. Aber tatsächlich ist das Geld, das auf unserem Girokonto liegt, nur eine Forderung an die Bank, die - weil jeder daran glaubt, dass sie erfüllt wird - in guten Zeiten so gut wie Geld ist. In schlechten Zeiten, wenn an die Solidität der Banken nicht mehr unbedingt geglaubt wird, ist der Unterschied groß.

Denn, wenn die Kunden Bares sehen wollen, stellt sich heraus, dass die Banken nicht genug davon haben, um alle Ansprüche auszuzahlen, und zwar keine Bank. Da der größte Teil des Geldes, das in der Wirtschaft zirkuliert, solche Ansprüche an Banken sind, würde ein Zusammenbruch der Banken mit einem Schlag das meiste Geld vernichten.

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Eine vermeintlich harmlose Idee

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