Stimmt es, dass ...
Schützt das Haus am Meer vor Inflation?

Auf die Bank? Zuviel Inflation. Der Euro? Eh unsicher. Sparer interessieren sich wieder vermehrt für Immobilien. Aber ein „Haus am Meer“ muss nicht unbedingt das gewünschte Betongold sein und alle Probleme lösen.
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Sparer bekommen fast keine Zinsen mehr, jedenfalls nicht genug, um den Wertverlust des Geldes durch Inflation auszugleichen. Ob das Geld auf der Bank sicher ist, bezweifeln viele angesichts der Bankenkrise. Ob der Euro Bestand haben wird ebenfalls. In solchen Zeiten werden Immobilien interessant. Nicht von ungefähr werden sie Betongold genannt. Das geht so weit, dass ein Wirtschaftsmagazin "ein Haus am Meer" als beste Antwort auf die Krise preist. Das ist natürlich Unsinn. Ein Ferienhaus am Meer ist Luxuskonsum, keine Geldanlage.

Wer eine Million für ein Haus in Mallorca ausgibt, Instandhaltungskosten, Steuern, Versicherung und alle möglichen sonstigen Kosten in Kauf nimmt, um einige Wochen oder Monate im Jahr dort zu verbringen, darf nicht erwarten, dass er für seine Million eine vernünftige Rendite bekommt. Der Luxuskonsum mischt sich eventuell mit dem Spekulationsmotiv, wenn der Käufer oder die Käuferin auf Wertsteigerungen spekuliert. Das kann nach dem Kettenbriefprinzip auch eine Weile gutgehen, so lange wie jedes Jahr so viele Leute wie im Vorjahr an weitere Wertsteigerungen glauben. In den USA ging das knapp ein Jahrzehnt gut, bis nicht mehr genug Dumme zu finden waren und die Preise einbrachen.

Doch anders als am Aktienmarkt ist die Spekulation auf kurzfristige Preisblasen am Immobilienmarkt sehr teuer. Für Kauf und Verkauf zusammen muss man mit Kosten von 15 Prozent der Kaufsumme und mehr rechnen. Wenn Ferienimmobilien keine vernünftige Geldanlage sind, was ist dann mit der Geldanlage in Mietwohnungen? Hier kommt es darauf an.

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