Stimmung weiter aufgehellt
US-Verbrauchervertrauen zieht überraschend an

Das Vertrauen der US-Verbraucher in die wirtschaftliche Entwicklung hat sich trotz der Finanzmarktkrise im September zum dritten Mal in Folge, aber dennoch unerwartet verbessert. Der Index stieg auf 59,8 von revidiert 58,5 Zählern im August, wie das Forschungsinstitut Conference Board am Dienstag mitteilte.

HB WASHINGTON. Analysten hatten im Schnitt mit einem Rückgang auf 55,5 Punkte gerechnet, nachdem der Index im Vormonat bereits auf revidiert 58,5 (vorläufig: 56,9) geklettert war. Der Index für die Erwartungen wurde für September mit 60,5 (Vormonat revidiert: 54,1; vorläufig: 52,8) angegeben. Der Index für die Einschätzung der gegenwärtigen Situation erhöhte sich auf 58,8 (Vormonat revidiert: 65,0; vorläufig: 63,2). Allerdings sei die Umfrage bereits am 23. September abgeschlossen worden und spiegele deshalb nicht alle Ereignisse der jüngsten Verschärfung der Finanzmarktkrise wider, hieß es.

Grund für den Anstieg des Verbrauchervertrauens war den Angaben zufolge vor allem eine Verbesserung des kurzfristigen Ausblicks, darunter auch der gesunkene Ölpreis, der etwa das Tanken verbilligt habe. Allerdings sei die jüngste Zuspitzung der Finanzkrise nicht in den Daten erfasst, sagte die Forschungsleiterin Lynn Franco. "Schocks wie der Crash 1987, wirken sich im allgemeinen für zwei bis vier Monate negativ auf die Erwartungen der Verbraucher aus, falls es nicht zu einem deutlichen Stellenrückgang kommt", sagte Franco.

Nach Angaben des Conference Board verringerte sich der Anteil der Befragten, die die wirtschaftliche Situation als "gut" bezeichnen, auf 12,5 Prozent von 13,7 Prozent im Vormonat. Hingegen stieg der Anteil jener, die die Lage als "schlecht" einstuften, auf 34,2 Prozent von zuvor 32,7 Prozent. Zudem gaben nur noch 12,2 Prozent (Vormonat: 13,5 Prozent) der Befragten an, dass es am Arbeitsmarkt eine Fülle an Jobs gebe. Dagegen meinten 32,8 Prozent (31,7 Prozent), dass es schwierig sei, eine neue Stelle zu bekommen. Im Rahmen der Umfrage des Conference Board wurden insgesamt 5.000 Haushalte befragt.

Die US-Verbraucher spielen eine Schlüsselrolle für die US-Wirtschaft, weil rund 70 Prozent des Bruttoinlandsprodukts vom Privatkonsum abhängen.

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