Studie des Weltwirtschaftsforums
Deutschland bietet Unternehmen zu wenig

Finnland hat die weltweit besten Voraussetzungen für mehr Wachstum und bietet Unternehmen hervorragende Rahmenbedingungen. Die USA folgen den Skandinaviern auf Platz zwei. Das ist das Ergebnis des heute zu veröffentlichenden internationalen Wettbewerbsfähigkeitsreports des Weltwirtschaftsforums.

pbs DÜSSELDORF. Die Organisation mit Sitz in Genf hat ein Netzwerk zwischen internationalen Unternehmen geknüpft und trifft sich traditionell einmal im Jahr in Davos zum Weltwirtschaftsgipfel – was regelmäßig den Protest zahlreicher Globalisierungsgegner hervorruft. Für ihren seit 1979 jährlich erscheinenden Report zur Wettbewerbsfähigkeit wurden Anfang dieses Jahres 7 741 Manager gebeten, die Situation in insgesamt 102 Staaten zu bewerten. Damit ist die Studie wesentlich umfangreicher als 2002. Damals bewerteten 4 735 Manager 80 Länder.

Bewertet wurden eine Vielzahl von Kriterien: Zum Teil harte Daten, wie beispielsweise die Haushaltsverschuldung – zudem wurden aber auch die Einschätzungen der Führungskräfte zu Bürokratie und Korruption ausgewertet. Die drei wichtigsten Bereiche sind: Die Beurteilung der makroökonomischen und der politischen Rahmenbedingungen sowie des technologischen Fortschritts. Neu ist, dass dieses Jahr nicht nur die Höhe der Haushaltsverschuldung relevant ist, sondern auch, ob der Staat das Geld für vernünftige Investitionen ausgibt – oder es verschwendet. Hätte man diesen Maßstab bereits vergangenes Jahr angelegt, wären die USA damals schon von Platz ein auf zwei abgerutscht.

Qualität der Politik ist entscheidend

„Eine Lehre, die aus der Studie gezogen werden sollte ist, dass die Güte und Stetigkeit der Politik enorme Auswirkungen auf die Platzierung eines Landes hat“, sagt Augusto Lopez-Claros, Chefökonom des Weltwirtschaftsforums. Letztlich hat es Deutschland der Güte seines Rechtssystems und anderer politischer Institutionen zu verdanken, dass es immerhin noch auf Platz 13 gelandet ist. Bei der Bewertung der politischen Rahmenbedingungen steht Deutschland auf Platz neun – die USA dagegen auf Rang 14.

Unter den ersten zehn Ländern landet Deutschland auch, wenn es um die Innovationsfähigkeit geht. Vor allem für die Forschungskooperation zwischen Unternehmen und Hochschulen gibt es gute Noten – hier steht das Land auf Rang 5. Auch die Höhe der Ausgaben für Forschung und Entwicklung sowie die Anzahl der neuen Patente wird sehr positiv bewertet.

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