Studie „Deutschland 2020“
McKinsey: Banken gefährden Wachstum

Die verkrustete Bankenbranche in Deutschland gefährdet nach Ansicht der Unternehmensberatung McKinsey das Wirtschaftswachstum. Die deutschen Kreditinstitute sind nicht international genug und tragen zu wenig zur Wirtschaftsleistung des Landes bei, schreiben die Berater in ihrer Studie „Deutschland 2020“.

HB BERLIN. Wenn Deutschland bis zum Jahr 2020 Wachstumsraten von drei Prozent erreichen wolle, müsse sich die Kreditwirtschaft modernisieren, heißt es nach einem Bericht der „Welt“ in der McKinsey-Untersuchung. „Mit einem gesunden Bankensektor steht und fällt die ganze Wachstumsstory“, sagte McKinsey-Bankenexperte Eckart Windhagen der Zeitung.

Zwischen 1995 und 2005 hätten die Banken nach Zahlen von McKinsey durchschnittlich nur etwa ein Prozent zum Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland beigetragen. In vielen europäischen Ländern seien es fünf- bis sechsmal so viel gewesen, in Großbritannien habe der Wert sogar bei über zehn Prozent gelegen.

Zersplitterung des Marktes überwinden

Der Beitrag der Kreditinstitute zur Wertschöpfung in Deutschland sei schleichend von 4,6 auf 4,1 Prozent zurückgegangen, berichtete das Blatt weiter. „Es ist frappierend, wie Deutschland in den letzten 15 Jahren zurückgefallen ist“, sagte Berater Windhagen.

Um zu anderen Ländern aufzuschließen, müssten die deutschen Banken nach Ansicht von McKinsey vor allem die Zersplitterung des Marktes in rund 2000 Kreditinstitute überwinden. „Das drängendste Problem ist die mangelnde inländische Konsolidierung“, heißt es in der Studie der Unternehmensberatung. Die Chancen dafür stünden deutlich besser als in den vergangenen Jahren, sagte Windhagen weiter.

Im Sparkassensektor führten etwa die Schwierigkeiten mehrerer Landesbanken dazu, „dass ganz offen Dinge gesagt werden, die vor Jahren noch zu großem Aufruhr geführt hätten zum Beispiel die Forderung nach privaten Kapital für die Landesbanken.“

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